Findest du Gefallen an handwerklicher Arbeit? Bist du gerne im Freien unterwegs? Dann könnte eine Ausbildung zum Zimmerer genau das Richtige für dich sein.

Ein Regal an die Wand zu schrauben oder ein loses Brett zu befestigen schafft man auch als Laie recht schnell. Wenn es allerdings um komplexere Holzbauarbeiten wie zum Beispiel einen Dachstuhl geht, dann bedarf es eines Experten. Dann ist ein Zimmerer der richtige Ansprechpartner, so wie Georg Preiml von der Zimmerei Preiml aus Gmünd. Er und sein Lehrling Emanuel Wirnsberger, 16 Jahre alt aus Trebesing, geben Einblicke in die vielfältige Berufsausbildung.

Die Ausbildungszeit
Die Lehre zum Zimmerer dauert drei Jahre. Jedes Jahr muss Emanuel Wirnsberger einen 10-wöchigen Schulblock an der Berufsschule in Spittal absolvieren. Die praktischen Kenntnisse erwirbt er vor Ort an den diversen Baustellen, dabei bekommt der Lehrling einen Überblick über die vielfältigen Herausforderungen des Zimmerer-Berufes. Danach kann bei Interesse noch ein viertes Lehrjahr angehängt werden, bei dem man sich zum Beispiel zum Zimmereitechniker oder Fertighausbauer ausbilden lässt.

Voraussetzungen für Lehrlinge
Wenn man eine Lehre als Zimmerer starten möchte, bedarf es gewisser körperlicher und geistiger Voraussetzungen. Schulzeugnisse dienen natürlich auch als Parameter, da man daraus die Interessen der potentiellen Lehrlinge herauslesen kann. „Sehr wichtig ist auch das persönliche Auftreten und ein gewisses Maß an Selbständigkeit“, meint Lehrherr Georg Preiml. „Allerdings sollte man Lehrlinge nie unterschätzen und ihre Begabungen bzw. Kenntnisse bestmöglich fördern“, fährt er fort.

Berufsprofil Zimmerer
Zimmerer ist ein vielseitiger und spannender Beruf. „Man bewegt
sich viel an der frischen Luft und kann mit dem Werkstoff Holz tolle Sachen herstellen“, nennt Emanuel Wirnsberger, der sich im zweiten Lehrjahr befindet, einige Vorzüge des Zimmerer- Berufes.

3. Generation
Georg Preiml bildet selbst seit 30 Jahren Lehrlinge aus. „In drei Generation haben wir bei uns ca. 120 Lehrlinge ausgebildet, momentan haben alle Gesellen, die wir beschäftigen, direkt bei uns im Betrieb ihre Lehre absolviert“, zeigt sich der Firmenchef stolz. Chancen. Momentan sind Facharbeiter am Markt gefragt wie nie, das gilt auch für Zimmerer. Nach der Lehre stehen einem die Türen offen für diverse Zusatzausbildungen oder die Meisterprüfung sowie die Lehre mit Matura, nach der ein Studium möglich ist. Emanuel Wirnsberger hat bereits klare Vorstellungen für seine Zukunft: „Nachdem ich ausgelernt habe, möchte ich einige Jahre als Geselle arbeiten und dann die Polierschule besuchen.“

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at

© KRM