Einem Verwandten des Zeppelin-Erfinders Ferdinand von Zeppelin gehörte einst das Schloss Wernberg.

Ein Foto eines Zeppelins über Villach, geschossen am 12. Juli 1931, ging jüngst über die Facebookseite „Alte Ansichten von Villach“ viral (Bild oben links). Dabei soll es sich um eine Rundreise gehandelt haben, welche den Zeppelin unter anderem nach Ägypten brachte. 

Verwandter in Wernberg
Am 12. Juli 1931 war der Erfinder des Zeppelin-Luftschiffes, Ferdinand von Zeppelin, bereits verstorben (+1917 in München). Einen weiteren „Zeppelin-Bezug“ zu Villach gibt es allerdings. Denn: Einem engen Verwandten gehörte von 1929 bis 1934 das Schloss Wernberg! Dieser Schlossbesitzer hieß Leo Graf Zeppelin. Ganz eindeutig ist die Verwandtschaftsbeziehung von Leo und Ferdinand heute nicht mehr. Laut den Klosterschwestern in Wernberg war es allerdings ein enger Verwandter, entweder ein Cousin oder ein Neffe. In Wernberg erzählt man sich zudem noch, dass Leo Graf Zeppelin ein begnadeter Reiter war und über die Felder der Ortschaft ritt. 1935 zogen die „Missionsschwestern vom kostbaren Blut“ in das Schloss Wernberg ein, womit das Haus wieder zum Kloster wurde.

Kein Foto
Ein Foto von Leo Graf Zeppelin gibt es heute offenbar nicht mehr. Selbst im Kloster Wernberg wurde auf DRAUSTÄDTER-Anfrage keines gefunden. Falls wer eine Aufnahme von Leo Graf Zeppelin in seiner Schatztruhe hat oder weitere Anekdoten zum ehemaligen Schlossbesitzer beisteuern kann, bitte jederzeit gerne.

Fotos: Gerald Mößlacher/johann jaritz_wikipedia_cc by-sa 3.