Lukas Gabric ist als Jazz-Saxophonist international tätig. Aktuell lebt er in New York, im Juli steht aber ein ganz besonderer Heimatbesuch an.

Er spielt Saxophon seit er elf Jahre alt ist. „Als Sechsjähriger habe ich in der CD-Sammlung meiner Eltern eine „Best of“-Platte des Brubeck-Quartetts gefunden. Mich hat Paul Desmond‘s Sound und seine Spielweise sofort so eingenommen, dass ich nichts anderes mehr hören wollte“, erinnert sich Gabric und ergänzt: „Jazz hat mich intellektuell und emotional von Anfang an extrem stimuliert und berührt.“ Familiär vorbelastet ist der Villacher nicht: „Keiner meiner Verwandten ist oder war professioneller Musiker. Meine Eltern sind aber extrem offen, Kunst- und Kulturbeflissen, und haben immer an mich geglaubt – oft mehr als ich an mich selbst.“ Aktuell arbeitet, lebt und studiert Gabric in NYC: „Ich unterrichte an der Juilliard School, und dem City College of New York. Ich beende auch nächstes Jahr meinen PhD in Musikwissenschaften, dazu kommt meine internationale Konzerttätigkeit.“

In Villach. Weltweit unterwegs, weilt Gabric aktuell in seiner Heimatstadt Villach. Am 11. Juli gab er, auf Einladung der Stadt, einen  kostenlosen Jazz-Workshop für Kinder. Auch in Arnoldstein beim Carinthia Jazz (26. Juli) ist Gabric dabei. Gab es jemals einen anderen Plan, als Berufsmusiker zu werden? „Nicht wirklich. Ich hatte aber am Gymnasium in St. Martin einen extrem tollen Professor, der mein Interesse an Biologie erweckt hat“, so Gabric, der unter anderem Gironcolipreisträger ist. Seine Heimat besucht er oft: „Es ist mir durch meine lange Zeit im Ausland bewusst geworden, dass es ein unglaublich großes Privileg ist aus Villach oder Österreich zu sein. Das bezieht sich nicht nur auf die wunderschöne Landschaft, sondern auf unseren relativen Wohlstand, und unser gesellschaftliches System als Ganzes. Uns geht’s einfach sehr, sehr gut!“ Auch sei Villach eine Stadt, welche ihre Kulturschaffenden zu schätzen wisse. Gabric: „Kultursubvention ist keine Geldverschwendung sondern ein wichtiger Faktor für den Fortbestand wirtschaftlichen Wachstums. Villach und die Stadtführung hat das lange erkannt und das ist nicht selbstverständlich.“

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