Der nächste Teil unserer Serie „LEHRgendär“: Das Gespür für Mode und für Menschen wird beim Friseurberuf mit handwerklichem Geschick kombiniert. Anna Urbantschitsch lernt in der „Schnittstube“ in Bad Eisenkappel ihren Wunschberuf.

„Die Ausstrahlung muss stimmen, die Freundlichkeit, das gesamte Wesen“, erklärt Friseurmeisterin Marianne Lamprecht aus Bad Eisenkappel, worauf sie bei der Auswahl der Lehrlinge für ihren Salon „Schnittstube“ achtet. „Handwerkliches Geschick sollte man mitbringen, ein Gespür für Mode, Ehrgeiz und man darf keine Scheu vor Menschen haben.“

Wunsch erfüllt
Anna Urbantschitsch ist in der „Schnittstube“ im dritten Lehrjahr. „Schon als Kind hat mir alles mit Frisuren gefallen“, erinnert sich die 18-Jährige strahlend. „Als ich zehn Jahre alt war, hat mich meine Schwester mit zu Marianne genommen und ich hab’ gewusst, hier will ich lernen!“ Ihre Vorstellungen und Wünsche an den Beruf haben sich erfüllt, wie sie sagt. „Am besten gefällt mir, dass ich mit Menschen arbeiten kann und ich mag alle Tätigkeiten“, erklärt Anna bestimmt, eine persönliche Herausforderung verrät sie uns: „Herren-Haarschnitte und Kurzhaarschnitte bei Damen, das hab’ ich sehr intensiv geübt.“ Ihre Ziele geht sie konsequent Schritt für Schritt an: „Im zweiten Lehrjahr war es die Zwischenprüfung, jetzt im dritten ist mein nächstes Ziel die Lehrabschlussprüfung!“

Immer wieder neu
Die Vielfalt des Berufs und die ständige Abwechslung im Arbeitsalltag sind es, die Marianne Lamprecht auch heute noch begeistern: „Es ist viel mehr als nur Haare schneiden! Es gibt keine ,Maschinerie’, jedes Haar ist anders und jeder Tag immer wieder völlig neu“, erzählt sie. „Wir machen auch Haar- und Wimpernverlängerungen und arbeiten viel mit dekorativer Kosmetik – diese Bereiche sind in den letzten Jahren sehr stark geworden. Auch als Meisterin ist man nie ausgelernt! Es gibt immer Neues und das sollte man auch umsetzen.“

Team
Lehrlingen eine entsprechende Ausbildung zu bieten, steht bei Lamprecht an erster Stelle: „Dafür sind Meisterbetriebe da: Das Berufsbild im besten Sinne weiterzugeben. Es ist sehr wichtig, auch zusätzliche Weiterbildungen zu ermöglichen. Die Lehrlinge sind Teil des Teams, sie gehören zu uns. Sie sollen so bald wie möglich im Alltag, an Kunden, mitarbeiten dürfen – dabei lernt man am schnellsten. Und auch wenn die Jugend ein Manko oder Schwierigkeiten hat, ist das kein Hindernis – man kann jemandem in drei Jahren sehr viel für die Persönlichkeit mitgeben!“

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at

Friseurmeisterin Marianne Lamprecht und Lehrling Anna Urbantschitsch

Großes Foto oben: Anna zeigt den geschickten Umgang mit dem Lockenstab. Die Berufsschule besuchen Friseur-Lehrlinge in Klagenfurt
© KRM (3)

Dekorative Kosmetik ist ebenfalls ein Schwerpunkt in der Ausbildung