Viele schweifen in die Ferne, wenn es um das Thema Urlaub geht, dabei ist es doch auch zu Hause sehr schön.

Wenn man berufsbedingt öfters nicht daheim ist, bekommt die Heimat oftmals einen ganz anderen Stellenwert und man weiß die Schönheit von Oberkärnten erst so richtig zu schätzen. Wir haben uns mit der Oberkärntner Spitzensportlerin Anna Gasser daher über ihre Lieblingsplätze in unserer Region unterhalten. Außerdem gibt sie uns einen Rückblick auf die letzte Saison und nennt uns ihre Ziele für die kommende Saison.

SPITTALER: Im Sommer steht ja sicherlich ein wenig Heimaturlaub auf dem Programm. Was ist das Schönste für Sie am Millstätter See und unserer Region?

Anna Gasser: Ich bin generell recht wenig zu Hause, umso schöner sind die Tage, die ich dann wirklich daheim am Millstätter See mit meiner Familie und Freunden genießen kann. Es ist toll, direkt am Wasser zu leben, und Wakesurfen steht fast immer am Programm, wenn das Wetter mitspielt.

SP: Wie erlebt man das „Heimkommen“ als Spitzensportler, der viel unterwegs ist?

Anna Gasser: Ich freu mich immer. Die Tage daheim sind im Normalfall Tage zum Entspannen und um Mamas Küche zu genießen.

SP: Die Vorsaison war ja leider geprägt von Verletzungen. Sind Sie mittlerweile wieder vollkommen fit? Wie hart war die Reha?

Anna Gasser: Ich habe mich bei den Laax Open Anfang des Jahres verletzt. Das war ein wenig bitter, da ich deshalb die X-Games und auch die WM auslassen und fast zwei Monate pausieren musste. Bei guten Schneebedingungen nicht am Berg sein zu können, war eigentlich am schlimmsten. Aber natürlich geht die Gesundheit vor und ich habe viel Zeit investiert, wieder fit zu werden und die Reha auch sehr ernst genommen. Mittlerweile bin ich wieder fit und war auch schon einen guten Monat in den USA zum Snowboarden. Ab nächster Woche stehe ich auch wieder am Snowboard.

SP: Erfolgstechnisch haben Sie ja schon sehr viel erreicht, was sind Ihre Ziele für die kommende Saison?

Anna Gasser: Generell verletzungsfrei durch die Saison zu kommen und natürlich möchte ich in den Wettbewerben, an denen ich teilnehme, gut abschneiden, wie zB den X-Games. Und den ein oder anderen neuen Trick habe ich auch schon im Kopf. Außerdem filme ich für mein eigenes Filmprojekt, das ist cool.

SP: Wie sieht die Vorbereitung aus was steht am Programm? Wie bereitet man sich als Spitzensportlerin auf eine anstrengende Saison vor?

Anna Gasser: Ich bin zB ab nächster Woche in Mt. Hood, USA. Da gibt’s den ganzen Sommer über einen super Park zum Fahren. Im Frühherbst sind wir dann meistens am Stubaier Gletscher oder in Saas Fee in der Schweiz, um uns für die Saison vorzubereiten. Neben dem Snowboarden mache ich auch einige Einheiten mit funktionellem Training, um meinen Körper fit zu halten.

SP: Was sind Ihre persönlichen „Lieblingsplatzerln“ in unserer Region?

Anna Gasser: Kommt darauf an, letztens bin ich mit meiner Schwester und meinem Papa zum Granattor raufgewandert, die Aussicht ist wunderschön und es ist bei den derzeitigen Temperaturen auch etwas angenehmer da oben. Ansonsten ist Franzis Strandbad in Millstatt für mich und meine Familie ein Platzerl, an dem wir gerne einen Spritzer trinken.

©Sani Alibabic