Eine große Abordnung an Kärntner Eishockeyfans befindet sich aktuell bei der WM in der Slowakei. Am Montag Entscheidung gegen Italien.

Leicht hat man es nicht, als rot-weiß-roter Eishockeyfan in diesen Tagen. Heute setzte es die nächste klare Niederlage gegen die Tschechen, Torverhältnis 6:36, nur Großbritannien und Italien, der morgige Gegner im Endspiel um den Klassenerhalt sind noch schlechter.

Kärntner in der Minderheit
Österreichische Eishockeyfans sind dennoch vor Ort. Allen voran Ö3-Moderator und VSV-Fan Gerhard Petschar, am Foto oben Zweiter von links mit Bernd Müller, Otwin Oberauner, Christoph Scheidenberger und der russischen Eishockeylegende Wladislaw Tretjak. Gerhard Petschar ist Vizepräsident des Fanclubs „UFTA“, was United Fans Team Austria“ bedeutet. Der Fanclub ist der erste offizielle Fanclub der Österreichischen Nationalmannschaft, anerkannt vom Österreichischen Eishockeyverband. Interessant aber: Kärntner haben, was die Anzahl der Mitglieder im Fanclub anbelangt, das Nachsehen. „Die meisten unserer Mitglieder kommen mit 58 Fans aus Oberösterreich. Aus Kärnten sind 37 Eishockeybegeisterte dabei“, so Gerhard Petschar. Ein Randthema bei der WM ist die Rivalität der EBEL-Klubs untereinander. Gerhard Petschar: „Ich teile mir sogar ein Zimmer mit einem Klagenfurt-Anhänger. Klar, ein bisserl wird immer über die EBEL gesprochen, Hauptthema ist jedoch das Nationalteam.“

Viel gereist
Gerhard Petschar ist heuer das 24. Mal bei einer Eishockeyweltmeisterschaft dabei. Im „UFTA“-Fanclub ist er somit Rekordhalter. „Ich war unter anderem schon bei Turnieren in der Tschechien, Finnland, Deutschland, Österreich, Lettland, Schweiz, Italien und Dänemark dabei“, erinnert er sich. Die schönste und die bitterste Erinnerung? „Beides bei der WM in Tschechien. Da haben wir gegen Kanada ein Unentschieden geholt, das gefeiert wurde wie ein Sieg. Beim gleichen Turnier waren wir gegen die Schweiz 4:1 vorne, am Ende hieß es 4:4. Eine herbe Enttäuschung.“ Damit es morgen nicht die nächste Enttäuschung gibt, muss Österreich gegen Italien gewinnen. Der UFTA-Fanclub drück seine Daumen. Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja ein „Ufta, Ufta, Tätärä“ mit Happyend.

Foto: KK