Mit ausgewogener und gesunder Ernährung gegen Stress. Wie das geht, verrät die Wolfsberger Diätologin Verena Gorenzel-Strukl.

In stressigen Zeiten neigen wir dazu, uns von Lebensmitteln zu ernähren, die reich an Zucker und Fett sind. Zeitmangel verleitet uns dazu, mehr zu essen als wir benötigen. Dem kann man mit einer ausgewogenen Ernährung entgegenwirken. Es gibt Lebensmittel, die – wissenschaftlich bewiesen – stressreduzierend wirken, z. B. Nüsse. Sie enthalten viel Magnesium und Vitamine der B-Gruppe. Als Top-Stresskiller gelten Paranüsse, Walnüsse und Pistazien. Bananen enthalten den Stoff Tryptophan, der die Bildung des Glückshormons Serotonin fördert. Zudem spenden Bananen Magnesium, Kalium und Vitamin B6 – ebenfalls stressreduzierend.

Fisch macht froh
Haferflocken sind ideal, um sich für längere Zeit satt zu halten, weil sie sich im Verdauungstrakt nur langsam abbauen. Fisch enthält jede Menge Omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf den Blutdruck und die Gehirnentwicklung auswirken. „Fisch wirkt außerdem stimmungsaufheiternd. Studien belegen, dass in Ländern mit einem hohen Fischkonsum Depressionen weitaus seltener vorkommen“, erklärt die Expertin. In Stresszeiten benötigt unser Körper Nährstoffe, wie sie z. B. in frischem Obst und Gemüse vorkommen.

Immer langsam
Vor allem in Stresssituationen müssen wir auf unsere Ernährung achten, da unser Körper dann ein Verlangen nach Zucker aussendet. „Der Körper schüttet Stresshormone aus, die uns zu zuckerhaltigen Lebensmitteln greifen lassen“, erklärt Gorenzel-Strukl. Auch wenn es schwerfällt, sollte man sich Zeit zum Essen nehmen und bewusst langsam essen, um zu bemerken, wann das Sättigungsgefühl einsetzt.

Verena Gorenzel-Strukl, Diätologin aus Wolfsberg

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