Das Fraunhofer Institut Österreich hat heute seinen vierten Standort in Klagenfurt
mit dem Namen „KI4LIFE“ an der Uni Klagenfurt vorgestellt. Hier wird sich alles um die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz drehen. 

Bei einem Deutschlandbesuch der Wirtschaftskammer Kärnten vor zwei Jahren hat eine Delegation in Frankfurt Prof. Dieter Fellner, Geschäftsführer vom Fraunhofer Austria, kennengelernt. Damals war die Idee zur Gründung eines Innovationsstandortes für Künstliche Intelligenz geboren. Heute wurde diese Vorstellung Realität: Ein Bündnis aus Wirtschaftsvertretern, Unternehmen, Politik und die Universität Klagenfurt stellten das Innovationszentrum „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“ – kurz KI4LIFE – vor. 

Für regionale Betriebe
In erster Linie sollen KMUs damit angesprochen werden. Im Zuge der Pressekonferenz wurde gesagt, dass sechs Beratungsschecks (eine kostenlose Beratung für die Dauer von zehn Tagen) Kärntner Unternehmen zustehen. Drei von diesen Unternehmen müssen KMUs sein, deren Mitarbeiterzahl nicht größer als 50 sein darf. 15 Mitarbeiter sollen hier einen Arbeitsplatz finden. Die Finanzierung von sieben Millionen Euro ist auf drei Jahre gesichert. Geplant ist ein Wachstum nach den ersten drei Jahren auf 30 Mitarbeiter. Zahlreiche Unternehmen haben sich dazu entschlossen, das Innovationszentrum zu unterstützen. Jedes Jahr investiert z.B: Infineon für die Zeit der ersten drei Jahren ein. Die Summe von 1,2 Millionen Euro steuert das Land auf drei Jahre zu. Vorerst wird der vierte Österreich-Standort vom Fraunhofer Institut in der Universitätsstraße 102 untergebracht. 2020 ist eine Übersiedlung in den Lakeside Park geplant. Weitere Forschungszentren, wie Joaneum Research, sollen eingebunden werden.

KI als Schlüssel zur Zukunft
Alle waren sich heute einig: Das Thema Künstliche Intelligenz wird für Unternehmen maßgeblich sein, wie die unternehmerische Zukunft aussieht. „Wir wollen in Kärnten das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen. Mit diesem Zentrum gestalten wird Schlüsseltechnologien selbst. KI ist ein Themenbereich, der ein globaler Schlüsselbereich ist. Das wirtschaftliche Potenzial geht in die Trilliarden. Studien sprechen davon,  dass das Wirtschaftswachstum dadurch um drei Prozent wachsen kann“, zeigt sich Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG begeistert.

Ziehen für Kärntens Wirtschaft an einem Strang: Wilfried Sihn, Geschäftsführer Fraunhofer Austria, Timo Springer, Präsident der IV Kärnten, WK-Präsident Jürgen Mandl, Mariana Kühnel, stv. WKÖ-Generalsekretärin , Bgmin. Maria-Luise Mathiaschitz, LH Peter Kaiser, Uni-Rektor Oliver Vitouch, Sabine Herlitschka,Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria, LH-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stellvertreterin und LR Sebastian Schuschnig
Foto: © KRM

Landeshauptmann Peter Kaiser, Fraunhofer Austria Geschäftsführer Wilfried Sihn und Infineon Austria-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka freuen sich, dass es gelungen ist, das Fraunhofer Austria Innovationszentrum KI4LIFE nach Kärnten zu bringen. 

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Dieter Fellner (zweiter Fraunhof-Geschäftsführer) wurde aus Rostock via Videokonferenz nach Klagenfurt geschalten

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