Der WAC-Fanclub „Wolfsfront“ bleibt seinem Verein treu. Aktuell laufen die Vorbereitungen für Europa. 

Man schreibt das Jahr 2004. Eine Zeit, in der sich der WAC als kleiner Verein in der Kärntner Unterliga zu behaupten versuchte. Eine Gruppe Freunde tat sich regelmäßig zusammen, um „ihre“ Mannschaft von den Zuschauerrängen aus anzufeuern. Dem WAC gelingt in den Folgejahren eine schier unglaubliche Entwicklung. 2019 steigt er in die UEFA Europa League auf und aus dem unorganisierten Haufen Fußballfreunde ist ein offizieller Fanclub mit rund 50 Mitgliedern geworden – die Wolfsfront. „Der Aufstieg ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass wir in der letzten Saison noch gegen den Abstieg gekämpft haben“, meint Wolfsfront-Obmann Günter Monsberger. „Eigentlich war es gar nicht unsere Intention einen Fanclub zu gründen, aber nachdem Roland Goriupp, der damalige Manager des WAC, bemerkt hat, dass wir bei so ziemlich allen Spielen dabei waren, riet er uns, einen Verein zu gründen.“

Kontakt zu den Spielern
Die gesamte Organisation wurde über die Jahre professioneller. Heute verfügt der WAC mit Christian Thomas über einen eigenen Fanservicemann, der zwischen den Fans und dem Verein vermittelt, Auswärtsfahrten und Übernachtungen mitorganisiert und gute Preise für Fanartikel aushandelt. „Zudem forciert er den Kontakt zwischen den Spielern und den Fans, was mir persönlich sehr wichtig ist“, sagt Obmann Monsberger. Ein Beispiel dafür ist das Sommerfest der Wolfsfront, das heuer am 13. Juli stattfindet. „Wir treffen uns in der Lavanttal Arena und begeben uns dann zum Driving Park Lovntol von Martin Haider in St. Marein. Martin ist ebenfalls ein Fan der ersten Stunde sowie Stadionsprecher und hat für mehrere Jahre die Obmannschaft des Fanclubs übernommen“, erklärt Monsberger. Im Zuge des Sommerfestes kommen auch Spieler zum Plaudern vorbei und die Fans hoffen, den neuen Trainer Gerhard Struber ein wenig näher kennenzulernen.

Stimmungssache
Nicht nur für die Spieler und das Management des WAC beginnt jetzt eine aufregende Zeit – auch bei der Wolfsfront bereitet man sich auf eine heiße Phase vor. „Wir wollen in Sachen Choreographien noch besser werden. Es wird neue Sprüchebänder und Fahnen geben“, kündigt der Obmann an. Die Stadionfrage ist mittlerweile geklärt: Der WAC muss für die Heimspiele der UEFA Europa League in die Merkur Arena in Graz ausweichen. Gespräche von WAC-Präsident Dietmar Riegler mit den Initiatoren des Wörthersee Stadion geplanten Kunstprojektes „ForForest“ und eine Petition haben nichts genützt. „Aus fußballerischer Sicht ist das natürlich ein Witz“, ärgert sich Monsberger. Eine positive Seite hat das Ganze allerdings, wie der Obmann findet: „Weil die Merkur Arena wesentlich kleiner ist als das Klagenfurter Stadion, werden wir uns dort mit der Choreographie leichter tun.“

Schlüsselfiguren
Damit im Verein alles glatt läuft, steht dem Obmann eine Handvoll tatkräftiger Unterstützer zur Seite. Da wären seine Ehefrau und Obmann-Stellvertreterin Özlem Monsberger-Aslan, die in allen organisatorischen Belangen hilft, Schriftführer Alexander Descovich, der sich u.a. um die Anmeldungen bei Auswärtsfahrten kümmert und Kassiererin Sarah Jantschgi, die die Vereinsfinanzen fest im Griff hat. Unverzichtbar ist natürlich Vorsprecher Pierre Fritzl, der sich ohne falsche Scham und mit viel Enthusiasmus vor die Leute stellt und Stimmung macht.

Mitglied werden
Finanziert werden die Vereinsaktivitäten durch Mitgliedsbeiträge, die sich pro Person auf 35 Euro im Jahr belaufen. Als Vorteile erhält man das Jahresabo um 175 statt um 220 Euro, kann am Sommerfest und an der Weihnachtsfeier inkl. Gewinnspiel teilnehmen und erhält immer wieder spezielle Fan-Goodies. Interessenten können sich bei Günter Monsberger unter 0660/4041064 melden.

Vorsprecher Pierre Fritzl und Trommler Maxi Fuchs

Wolfsfront-Obmann Günter Monsberger schwingt die Fahne für seinen Verein

Rund 50 Mitglieder zählt die Wolfsfront heute

© KK (3), © KRM (Obmannfoto)