Sandrina Patricia Braunmüller arbeitet in einem der führendsten Pharmazieunternehmen, möchte aber dennoch weiter studieren. Um ihre Familie zu sehen, muss sie weit reisen

Worum es in Sandrinas Geschichte geht, ist wahrscheinlich schon klar, nämlich um ihren außergewöhnlichen Job. Denn für ihren Beruf hat sie einiges auf sich genommen, zum Beispiel die weite Entfernung zu ihrer Familie. Wie es dazu kam, erzählte sie uns.

Der Weg nach Niederösterreich
Geboren und aufgewachsen als Gailtalerin war ihr Weg schon früh vorbestimmt. Denn ihr war schon als Kind klar, dass sie studieren möchte. Sandrina besuchte die HLW Hermagor und interessierte sich für die Biologie sowie Biotechnologie. Also zog es sie danach an die „IMC FH Krems“ in Niederösterreich, um dort „Medical & Pharmacytical Biotechnology“ – auf Deutsch Medizin & Pharmazeutische Biotechnologie – zu studieren. „Im Gailtal zu studieren ist schwierig. In Kärnten wurde dieses Studium nich angeboten und in Krems konnte ich das gesamte Studium auf Englisch belegen. Was natürlich auch einen Nachteil hat, denn es ist um einiges schwerer als auf Deutsch,“ erzählt Sandrina. Das Bachelorstudium dauerte sechs Monate, für den Masterabschluss brauchte Sandrina weitere vier Semester. 2018 hat sie den Abschluss gemacht.

Job und Studium
Nun ist sie in einem biopharmazeutischen Unternehmen zuständig für die Qualifizierung von Produktanlagen, Kleinequipment und Prozessvalidierung plant bereits ein weiteres Studium. Denn es ist ihr wichtig, sich stetig weiterzubilden und in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben. Ab September beginnt sie deshalb gemeinsam mit ihrem Partner mit einem berufsbegleitenden Studium zur Unternehmensführung. „Ich habe eine abwechslungsreiche Arbeit, bin nicht nur im Büro, sondern viel auf Dienstreisen im Ausland. Es ist ein zukunftsorientierter Beruf, denn die Pharmazie wirft immer wieder neue Forschungsgebiete auf.“

Familie
Das alles ist für sie aber auch mit Opfern verbunden. Die Familie spielt für Sandrina eine sehr wichtige Rolle in ihrem Leben. „Deshalb versuche ich alle zwei Monate nach Hause zu kommen, um meine Nichten und Neffen beim Aufwachsen sehen zu können.“

Schon im Herbst beginnt Sandrina ein zweites Studium

 

Sandrina und Marc bei der Verleihung des Mastertitels

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