Der Tod ist ein Thema, welches unvermeidlich für jeden ist, dennoch wird er oft verdrängt und Fragen über das eigene Begräbnis werden in den Hintergrund gestellt.

Es ist wohl auch so, dass der Tod im Allgemeinen und Begräbnisse im Speziellen immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft sind. Oft herrscht auch Unwissenheit vor.

Was tun?

Wenn einer unserer näheren Angehörigen wie Vater oder Mutter stirbt, werden wir meistens zum ersten Mal mit der Thematik konfrontiert. Was tut man dann? Zuerst einmal hängt es davon ab, wo man stirbt, zu Hause, im Krankenhaus, im Ausland oder vielleicht bei einem Unfall. Zuerst muss immer der Totenbeschauer den Tod zweifelsfrei feststellen, erst dann darf der Tote abgeholt und ins Bestattungsinstitut überführt werden. „Danach rufen die Angehörigen bei der Bestattung an und vereinbaren einen Termin, bei diesem Termin versuchen wir dann auf die Wünsche der Angehörigen bzw. des Verstorbenen einzugehen,“ erklärt der stellvertretende Leiter der Städtischen Bestattungsanstalt von Spittal an der Drau, Gerald Baumgartner.

Was braucht man?

Bei diesem Termin benötigen die Verwandten des Toten dann einige Unterlagen, so zum Beispiel die Geburtsurkunde des Verstorbenen, die Heiratsurkunde, den Staatsbürgerschaftsnachweis, ein Bild des Verstorbenen, wenn vorhanden ein Scheidungsurteil sowie Kleider zum Anziehen. „Alles Weitere wird von der Bestattung organisiert, von den Trägern bis hin zur Grabaushebung,“ erklärt Baumgartner.

Bestattungsarten

Es gibt unterschiedliche Bestattungsarten – von der klassischen Erdbestattung über die Feuerbestattung bis hin zur Familiengruft. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer nicht allzu bekannter Bestattungsarten, zum Beispiel die Bestattung unter einem Baum oder eine namenlose Bestattung sowie eine Seebestattung. Am Stadtfriedhof Spittal gibt es auch Kindergräber für Frühchenbeisetzungen, die mit keinen Kosten verbunden sind. „Die Eltern von totgeborenen Kindern haben damit einen Ort des Abschiednehmens,“ erklärt Baumgartner. Es gibt einen klaren Trend hin zur Urne, vor allem, da man mit ihr viel flexibler ist.

Kosten

Natürlich kosten Begräbnisse Geld, der Preis startet bei knapp unter 2000 Euro. Im Preis sind alle mit der Bestattung zusammenhängenden Kosten inkludiert. Was noch dazukommt, sind Nebenkosten, wie zum Beispiel Blumen oder die Errichtung der Grabstätte. Es kommt natürlich auch immer wieder vor, dass sich Angehörige ein Begräbnis nicht leisten können, in diesem Fall gibt es aber Unterstützungsmöglichkeiten. Menschen, die keine Angehörigen haben, hinterlegen oftmals kostenlos Unterlagen (Dokumente) und ihren letzten Willen beim Bestatter. „Dabei wird festgelegt, was sie sich für ihre Bestattung wünschen und wie der Ablauf sein soll, außerdem wird eine Polizze der Sterbeversicherung hinterlegt,“ erklärt Gerald Baumgartner. 100 bis 150 Hinterlegungen gibt es derzeit in Spittal. Für Sozialfälle gibt es einen eigenen Abschnitt am Stadtfriedhof. Immer mehr Menschen schließen auch eine Sterbeversicherung ab, die Gründe dafür sind mannigfaltig: etwa weil man keine Angehörigen hat oder weil man seinen Lieben nicht zur Last fallen will.

Gebühren

Auch nach dem Begräbnis fallen Kosten an, alle zehn Jahre sind die Grabgebühren fällig. Je nach Größe starten die Kosten bei einer Erdbestattung bei circa 200 Euro für zehn Jahre, darin inkludiert ist der Erhaltungsbeitrag (Wasser, Strom, Infrastruktur). Urnennischen gibt es ab 400 Euro für zehn Jahre, sie kosten mehr, da eigens Urnenwände errichtet werden müssen. „Nächstes Jahr ist am Friedhof in Spittal die Errichtung weiterer Urnenwände geplant,“ erklärt Gerald Baumgartner.

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