Sensationell! Bei Schulausflug zum Magdalensberg findet der Volksschüler Luca eine Fibel aus der Römerzeit. 

 

Diesen Schultag wird Luca, der die VS Nötsch besucht, nicht so schnell vergessen! Eigentlich waren die 3. und die 4. Klasse der Naturparkpartnerschule des Naturparks Dobratsch beim Mosaiklegen nach historischem Vorbild am Magdalensberg. Einer hatt es besonders eilig, war als erster mit Mosaik fertig und erkundete das Gelände nach seltenen Steinen. „Mein Berufswunsch ist von jeher Geologe“, so der Bub. Was passierte? Luca fand dabei eine Fibel.

Mehr als nur antiker Modeschmuck
„Die Fibel wurde aus Bronze gegossen und gehört zu den Doppelknopffibeln des Typs Almgren 236c“, erklären Univ.-Doz. Dr. Heimo Dolenz, Leiter der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie und Feldforschung am Landesmuseum Kärnten und Desiree Ebner-Baur, den Fund. Das vorliegende Stück datiert ins 1. Drittel des 1. Jh. n. Chr. In der Stadt auf dem Magdalensberg wurden bis heute knapp 40 Stück dieses Typs gefunden. Aufgrund gefundener Gussformen und Halbfabrikate wissen die Experten, dass dieser Fibeltyp im Werkstättenviertel in der Stadt auf dem Magdalensberg produziert wurde. Das Landesmuseum Kärnten bedankt sich bei dem jungen Finder und wünscht dem angehenden Geologen alles Gute!

Luca mit seinem Fund: eine antike Bronzefibel 

Alle Fotos: © Daniel Mešnik

Eines haben die 3. und 4. Klasse der VS aus Nötsch bei diesem aufregenden Ausflug an den Magdalensberg gelernt: So spannend kann Geschichte sein!