Wird Granulat tatsächlich verboten, wären in Kärnten 16 Kunstrasenplätze betroffen. KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer: „Ohne Kunstrasenplätze geht es nicht“.

Granulat ist ein wichtiger Bestandteil bei Kunstrasenplätzen. Nun im Gespräch: ein Granulatverbot seitens der EU ab 2022. Österreichweit gibt es 259 Kunstrasenplätze. 16 Plätze davon entfallen auf Kärnten (genaue Auflistung anbei). „Wir wären von einem Verbot nicht so betroffen wie etwa Wien, allerdings wird es auch in Kärnten ohne Kunstrasen nicht gehen“, so der Präsident des Kärntner Fußballverbandes, Klaus Mitterdorfer zu den KÄRNTNER REGIONALMEDIEN.

Hohe Frequenz
Der Hauptgrund: Naturrasenplätze wären der hohen Frequenz, sprich der Anzahl an Trainings und Spielen auf eben diesen Plätzen, nicht gewachsen. „Um diese Frequenz zu gewährleisten, können wir auf Kunstrasen nicht verzichten“, erklärt Klaus Mitterdorfer. So würden Kunstrasenplätze nicht nur von einer Mannschaft, sondern von vielen Mannschaften in den jeweiligen Regionen genützt. „In St. Veit wird der Platz etwa von Teams aus dem ganzen Bezirk genützt, ähnlich gestaltet sich die Situation mit dem Kunstrasenplatz in Glanegg, wo viele Vereine aus dem Bezirk trainieren oder mit dem Kunstrasenplatz in Nötsch, der von Vereinen aus Hermagor bespielt wird“, führt Mitterdorfer weiter aus.

Umwelt und Gesundheit wichtig
Für Klaus Mitterdorfer, der auch Direktor-Stellvertreter der Kärntner Ärztekammer ist, wichtig: „Der Umweltschutz und der Schutz der Gesundheit ist uns ein riesiges Anliegen. Andererseits haben Kunstrasenplätze eben diese wichtige Bedeutung, auf die wir nicht verzichten können.“ Aktuell befände man sich laut dem KFV-Präsidenten in einer Art „luftleeren Raum“. „Wir kennen den rechtlichen Rahmen, sprich die Übergangsfristen, genauso wenig, wie neue Kriterien und Erfordernisse um weitere Schritte zu setzen.“ Fakt sei laut Mitterdorfer: „Wenn die Kunstrasenplätze tatsächlich ausgetauscht werden müssten, dann bedarf es eines Schulterschlusses mit der Politik. Im Interesse des Sportes und der sozialen Wichtigkeit, wird man hier gemeinsam helfen müssen.“ Zum Thema stünde er in engem Kontakt mit Landessportdirektor Arno Arthofer.

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Die Liste der Kunstrasenplätze in Kärnten und Osttirol 

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