Bis zum Herbst 2020 wird das Feuerwehrrüsthaus in Lavamünd komplett umgebaut und erweitert. 845.000 Euro werden investiert.

Das Rüsthaus der FF Lavamünd wurde bereits Anfang der 1970er-Jahre gebaut. Erste Überlegungen einer Sanierung bzw. eines Neubaus gehen bereits auf das Jahr 2010 zurück und wurden durch Beschädigungen durch das Hochwasser 2012 noch aktueller. 2016 konnte die erste Baustufe abgeschlossen werden: Die Innensanierung des Haupthauses um 120.000 Euro. Im Herbst nimmt die Gemeinde den größten Brocken in Angriff, einen Zu- und Umbau des gesamten Rüsthauses.

Die Maßnahmen
„Die Gerätehalle, die nördlich an das Haupthaus abschließt, wird abgerissen und komplett neu aufgebaut“, sagt Gemeindevorstand Emmerich Riegler. Dadurch wird sich die zur Verfügung stehende Fläche von 100 auf 150 Quadratmeter vergrößern. Gelagert werden hier die beiden Boote, die Ölsperren und ein Autoanhänger. Im Eingangsbereich des Haupthauses wird ein eigener, rund 10 Quadratmeter großer Funkraum mit großer Fensterfront angebaut. Dieser befindet sich aktuell im Inneren des Gebäudes, hat allerdings den Nachteil, dass die dort agierenden Funker nichts von an- und abfahrenden Fahrzeugen mitbekommen und quasi von der Außenwelt abgeschnitten sind. Der im Haupthaus freiwerdende Platz wird für einen eigenen Damen-Umkleideraum verwendet. Auch der bestehende Mannschaftsraum wird von der Decke bis zum Boden saniert und erhält neue Spinde.

Neue Räume
Die Fahrzeughalle, in dem aktuell ein Tanklösch-, ein Rüstlösch- und ein Kleinlöschfahrzeug untergebracht ist, erhält lavantseitig einen Zubau, durch den im Erdgeschoß neue Räumlichkeiten entstehen, darunter ein Bekleidungslager, ein Dekontaminationsraum, ein Atemschutzraum und eine Werkstatt. Eine Besonderheit des Zubaus: Die ost- und nordseitige Wand wird gleichzeitig als Hochwasserschutzmauer funktionieren. Weitere Maßnahmen sind die Erneuerung der Dächer von Fahrzeug- und Gerätehalle sowie die Anbringung eines Vollwärmeschutzes.

Zeitplan.
„Die Baubewilligung liegt vor, die Finanzierung ist geklärt“, sagt Riegler. 330.000 der benötigten 845.000 Euro steuert das Land Kärnten bei, der Rest besteht aus Eigenmitteln der Gemeinde. Erste Abbrucharbeiten an der Gerätehalle sollen schon im Spätsommer beginnen, einem Baustart im Herbst sollte demnach nichts im Wege stehen. „Wir möchten im Herbst 2020 fertig sein“, gibt sich Riegler ambitioniert.

Ansicht West (Vorderseite)

Ansicht West (Hinterseite)

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