Im Herbst 2020 starten die ersten Kinder in der Montessori-Schule. Damit wird die alte Volksschule in der Einöde wiederbelebt, Anmeldungen sind jetzt schon möglich.

Dass es eine Schule geben wird, das war schon länger klar. Allein der Standort war noch nicht fix. Aufgrund eines aktuellen einstimmigen Beschlusses der Gemeinde ist es nun beschlossene Sache, dass die Montessori-Schule in der Einöde sein wird, Träger der Bildungseinrichtung ist der Verein Seetal Montessori. Christine Klammer und Ina Dabernig heißen die beiden dipl. Montessori-Pädagoginnen, welche diese Schule eröffnen. Auch wenn es in Treffen mit der Diakonie eine weitere Montessori-Schule gibt, ist das Angebot in diesem Bereich in Kärnten generell nicht besonders hoch. „Wir wollen möglichst vielen Kindern diesen alternativen Zugang bieten“, sagt Dabernig. Beide Lehrerinnen haben eine spezielle Ausbildung in Wien absolviert. Nach einem ersten Treffen war klar, man wolle gemeinsam eine Schule eröffnen. Der Standort wiederum war ein Zufall. „Erst wollten wir in den Döbriacher Raum. Dann habe ich durch Bgm. Glanznig aber von der leerstehenden Schule erfahren. Die Gemeinde ist uns sehr entgegengekommen“, erzählt Klammer. Dazu Klaus Glanznig: „Die Montessori-Schule ist ein zusätzliches Angebot für die Bildung unserer Kinder, über das wir uns freuen. Für die Einöde bedeutet der Wiedereinzug einer Schule auch die Belebung des Ortskerns.“

Ganzheitlicher Ansatz. Unterrichtet werden verschiedenste Gegenstände (Arithmetik, Sprache, Geometrie, Biologie, Geograhie, Geschichte, Kunst und Musik, Geologie) welche unter den Deckmantel „kosmische Erziehung“ fallen. Klammer: „Ganz wichtig ist der übergreifende Aspekt. Man lernt die Sprache auch über die Biologie oder Geographie.“ Unterrichtet werden Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren – bei Montessori sind verschiedene Altersgruppen in einer Klasse. 2020 wird mit einer ersten Gruppe von neun Schülern gestartet. Jährlich kommen jeweils neun Schüler dazu, bis eine Gesamtzahl von etwa 37 bis 40 Kindern erreicht ist. Im Bezirk Villach-Land gibt es insgesamt 44 Pflichtschulen. 35 Volksschulen, acht „Neue Mittelschulen“, eine Berufsbildende Höhere Schule und fünf Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht. Die meisten Schulen gibt es in Finkenstein und Velden (jeweils 6). Mit der Montessorischule in Treffen wird auch diese Marktgemeinde künftig über sechs Schulen verfügen. Infos: schule@seetalmontessori.at

 

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