Nachdem sie sich überreden hatte lassen, reiste Anna Schoitsch vor sechs Jahren zum ersten Mal in den Everest Nationalpark. Seitdem setzt sie sich für die Menschen vor Ort ein.

Im Jahr 2012 machte sich Anna Schoitsch auf eine Reise, welche ihr ganzes Leben verändern sollte. „Meine Arbeitskollegin hat mich regelrecht angestiftet, mit nach Nepal zu kommen. Eigentlich wollte ich das nicht, aber mein ganzes Umfeld hat mir gut zugesprochen und nach zwei Monaten entschied ich mich doch dazu,“ so Anni Schoitsch.

Projekt Kinderheim
„Als ich dort ankam, habe ich mich sehr zurückgenommen und erholt. Ich spürte schnell, welch gute Energie dieser Ort birgt und wie besonders die Liebenswürdigkeit und Einfachheit der Menschen ist,“ erzählt sie. „Nach dem Erdbeben im Jahr 2015 war die Freude der Einheimischen sehr getrübt und sie hatten es wirklich schwer. Unser Guide Dawa Nuru Sherpa erzählte uns von seinem Lebenstraum – irgendwann ein Kinderheim zu besitzen. Nach dem Erdbeben wollten mein Mann und ich ihn sofort unterstützen, begannen Geld zu sammeln, bauten sein Haus in Khumjung wieder auf und machten ein Kinderheim daraus,“ schildert Anna Schoitsch.

Schicksal
Nach einem schweren Schicksalsschlag muss Anna zu Kräften kommen. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Deshalb bin ich so froh, dass ich so viele tolle Menschen in meinem Leben habe. Unsere Freunde unterstützen mich in allen Lebenslagen, sowie beim Projekt. Insgesamt fanden schon acht Kinder Paten, für zwei bin ich selbst Patin. Wir möchten die Menschen vor Ort so weit bringen, dass sie alleine zurechtkommen, denn ich werde nicht immer da sein können,“ erzählt sie.

Aktuell
Im Moment leben 27 Kinder im Heim, die meisten haben in ihrem Heimatort keine Grund- oder weiterbildende Schulen. Die Bildung vor Ort sicherzustellen ist wichtig, um die Kultur der Sherpa zu erhalten. Doch der nächste Winter steht vor der Tür. „Da das Haus noch nicht fertig ist, haben wir keinen Platz für einen großen Heizofen. Jetzt sammeln wir gerade Spenden, um einen kleinen kaufen zu können, damit es die Kinder im Heim warm haben. Man mag es nicht glauben, aber wenn wir das nicht schaffen, wollen sie den Winter ohne Ofen überstehen, bei uns wäre das kaum vorstellbar,“ so Anna Schoitsch. Mehr Info zum Projekt finden Sie unter http://www.skh-kj.com/.

 

 

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