Olga Hoffmann aus Spittal hat in ihrem Leben schon einiges erlebt und geleistet, seit kurzem gibt es sogar ein Buch über sie und ihr Herzensprojekt.

Am Katschberg steht die liebevoll gestaltete Marienkapelle, welche in den Jahren 2004-2005 erbaut wurde.

Ihr Entschluss
Bei einem schweren Unfall, in den sie unverschuldet hineingeraten war, hatte Olga Hoffmann eine Marienerscheinung. „Daraufhin hatte ich für mich den Entschluss gefasst, eine Marienkapelle zu bauen“, erzählt Olga Hoffmann.

Das Projekt scheitert
Ursprünglich hätte die Kapelle am Falkert entstehen sollen. Der Bauplan war fertig und die Finanzierung gedeckt, doch plötzlich bekamen es die Almbesitzer aufgrund möglicher Versicherungsfälle mit der Angst zu tun. „Niemand wollte die Verantwortung übernehmen, ich war am Boden zerstört,“ erklärt Hoffmann.

Am Katschberg
Nach diesem Rückschlag war es natürlich schwer, wieder Mut zu fassen, aber eine weitere Marienerscheinung brachte die Gläubige auf einen neuen Weg. Die Kapelle sollte nun am Katschberg entstehen. „Beim damaligen Gamskogelwirtepaar Andreas und Sieglinde Strafner sowie dem Grundstücksbesitzer Peter Genser fand ich offenherzige Zustimmung,“ erklärt die Rentnerin. Damit begann ein neuer bürokratischer Hürdenlauf, im Jahr 2004 konnte dann endlich mit dem Bau begonnen werden. Beim Bau der Kapelle war ihr neben allen anderen Helfern vor allem ihr Mann Werner eine große Stütze.

Heute
Mittlerweile ist die ökumenisch geweihte Kapelle nicht mehr vom Katschberg wegzudenken, sie ist im Winter wie im Sommer ein Ausflugsziel am Berg. Auch für Hochzeiten wird die Kapelle oft genutzt. Einen großen Wunsch hat Olga Hoffmann für ihre Kapelle: „Ich wünsche mir, dass man in der Kapelle in Zukunft auch katholisch heiraten kann und Taufen vorgenommen werden können.“ Über ihre Kapelle und ihr Leben erschien vor kurzem ein Buch. Der Reinerlös des Buches kommt zur Gänze der „Team Österreich Tafel“ des Roten Kreuzes Bezirk Spittal zu Gute. „Ein herzliches Dankeschön an alle Spender und Helfer, an meine Familie und an meinen Mann, ohne sie wäre der Bau der Kapelle nie möglich gewesen,“ meint Olga Hoffmann zum Abschluss.

©KRM