Ulrike Kofler aus Millstatt ist ein vielseitiger Mensch, die gelernte Juristin frönt aber am liebsten ihrer größten Leidenschaft dem Liederschreiben

Die Liebe zum See trägt sie eigentlich schon seit ihrer Kindheit in sich, doch erst nach mehr als zehn Jahren Studium und Beruf in Wien kam ihr wieder in den Sinn, nach Hause ins wunderschöne Kärnten zu ziehen. Mit ihrer Wohnung mit Seeblick ging ihr Wunsch schließlich in Erfüllung. „Die Schönheit rund um den Millstättersee in mich aufsaugend, schenke ich der beseelten Intensität der Natur mein Herz und mache daraus auch einen Erfahrungsweg in meine individuelle innere Natur,“ erklärt Ulrike Kofler, warum der See auch eine Inspirationsquelle für sie ist.

Leidenschaft
Kofler ist zwar gelernte Juristin, doch seit jeher war das Schreiben ihre große Leidenschaft, schon als Kind wollte sie Schriftstellerin werden. „Als ich meine damals kleine Tochter im Tragetuch getragen habe und am See spazieren ging, sind in meinem Kopf plötzlich Melodien und Lieder entstanden,“ erklärt die Oberkärntnerin.

Anfänge
Aktiv mit dem Liederschreiben begonnen hat Kofler vor ungefähr zehn Jahren gemeinsam mit dem Pianisten Stefan Stückler, der sie als Liedermacherin sehr bestärkt hat. „Diesen Herbst werde ich mich bei einem Konzert mit selbst geschriebenen Liedern im Ortenburgerkeller das erste Mal selbst auf der Gitarre begleiten,“ freut sich die Künstlerin, ihre neue Liedreihe heißt „im facettenreich der stille“.

Auf der Bühne
Ulrike Kofler liebt die Bühne und das Rampenlicht. „Ich liebe diesen aufregenden und doch so sicheren Ort, an dem Gefühlsmomente inszeniert werden können und die normalen Regeln des – manchmal doch recht banalen – Alltags nicht gelten,“ präzisiert sie. Vor Jahren war ihre Freundin, die Schauspielerin Gertrud Reiterer-Remenyi, so nett, sie mit auf die Bühne zu nehmen. Kofler spielte mehrere Kabaretts mit ihr – in Spittal, Gmünd, Obervellach, Klagenfurt und Salzburg. Auch eigene Liederabende und Konzerte hat die Liedermacherin bereits veranstaltet und seit sieben Jahren moderiert sie den Internationalen Chorwettbewerb in Spittal. Als Liedermacherin will sie so ehrlich, authentisch und individuell wie möglich sein. „Es macht mir große Freude, wenn ich andere Menschen mit meinen Liedern berühren und an ihre eigene innere Schönheit und Lebendigkeit erinnern kann,“ meint Kofler abschließend.

©Jo Hermann