„Und plötzlich gingen die Lichter aus…“ Unter diesem Titel wurde in den Bezirken Hermagor, Spittal, Feldkirchen und Villach der Ausnahmezustand beübt.

An der Übung waren 120 Personen aus eben diesen Bezirken beteiligt. Das angenommene Szenario war ein europaweiter Stromausfall. Über drei Tage wurden die verschiedensten Punkte abgearbeitet. Die Ergebnisse aus der Katastrophen-Übung sollen nun die Basis für einen Maßnahmenkatalog und einen Blackout-Alarmplan sein.

Hermagor
Für den Bezirk Hermagor stand Einsatzleiter Bezirkshauptmannstellvertreter Günther Fian im Einsatz. Er bezeichnete die Übung als vollen Erfolg. „Obwohl die Einsatzorganisationen im Bezirk Hermagor durch die Umweltereignisse der letzten Jahre sehr einsatzerprobt sind, brachte diese Übung wieder neue Erkenntnisse und trägt wesentlich zur Weiterentwicklung im Zusammenspiel der Kräfte bei,“ so Fian. Außerdem lobt er das vorbildliche Zusammenarbeiten der Behörde mit den Einsatzorganisationen. „Egal ob Feuerwehr, Polizei, Rettung oder andere Organisationen, man kann sagen, dass in unserem Bezirk alle Hand in Hand arbeiten.“

Lichtinseln
Seitens des Büros LR Fellner gibt es nun nach dieser Übung die Überlegung, in jeder Gemeinde zumindest ein notfallsicheres Gebäude zu installieren – sozusagen eine Katastrophen-Zentrale. „Wo genau eine solche im Bezirk entstehen könnte, wissen wir noch nicht. Jedoch würde sich ein Feuerwehrgebäude im Ernstfall anbieten. Diese Gebäude sind gut versorgt und wären dann Anlaufstelle für die Bürger,“ erklärt Fian. Hier könnte die Versorgung gewährleistet werden.

Vorsorgen
„Beim Thema Lebensmittel steht der ländliche Bereich wahrscheinlich besser da als Ballungsgebiete. Denn hier gibt es Nah- bzw. Direktversorger.“ Trotzdem ist jetzt schon klar, dass es auch hier enorme Probleme geben könnte. Nahezu alle Kommunikationsmittel würden ausfallen, die medizinische Versorgung wäre sehr schwer, Lebensmittelmärkte wären geschlossen, der Treibstoff knapp und die Nervosität in der Bevölkerung würde ansteigen. Das könnten Sicherheitsrisiken sein. Deswegen ist es wichtig, dass sich jeder rechtzeitig Gedanken darum macht, wie der eigene Haushalt in Krisenzeiten funktionieren kann. Dazu gibt es Broschüren im Rathaus Hermagor oder Informationen auf der Internetseite des Zivilschutzverbandes.

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