Laut Wifo-Studie lebt es sich am Nötsch am besten: Der Index zur „Abbildung der Lebenssituation“ wurde heuer entwickelt, die Daten vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) im Herbst präsentiert. Im Gailtal ist die Lebenssituation in den Gemeinden Nötsch und Dellach am besten.

Erstmals gibt es eine Studie zur Bewertung der materiellen Lebensumstände auf Kommunalebene. Entwickelt von den beiden Wifo-Wissenschaftlern Julia Bock-Schappelwein und Franz Sinabell, wurde der Index zur „Abbildung der Lebenssituation“ im heurigen Herbst veröffentlicht. Darin abgebildet befinden sich alle der 2.100 österreichischen Gemeinden, bewertet auf einer Skala von eins (besonders schlecht) bis zehn (besonders gut). Als Indikatoren flossen mit ein: die Kaufkraft je Einwohner, die Kaufkraft je Haushalt, der Bevölkerungsanteil der unter 65-jährigen, der Bevölkerungsanteil der über 15-jährigen mit einer über die Pflichtschule hinausgehenden Ausbildung und die Beschäftigungsquote der 15- bis 64-jährigen.

Gailtal
Die Ergebnisse wurden anhand einer interaktiven Karte auf der Wifo-Webpräsenz veröffentlicht. Dort kann man jede einzelne Gemeinde Österreichs anklicken und so ablesen, in welchen Gemeinden die Lebenssituation besonders günstig oder verhältnismäßig ungünstig ist. Für den Bezirk Hermagor und das Untere Gailtal zeigt sich folgende statistische Auswertung: In den Gemeinden Nötsch (6,5), Dellach (6,2), Kötschach-Mauthen (6,2) und Hohenthurn (6,2) liegen die Indexwerte am höchsten. Das Lesachtal (5,0) und St. Stefan (5,7) liegen vergleichsweise am niedrigsten. In Hermagor liegt der Wert bei 6,0.

Landesweit
Kärntenweit ist die Lebenssituation vergleichsweise am günstigsten in Maria Rain (7,4), Poggersdorf (7,1) und in Mölbling (7,0). Am unteren Ende der Skala befinden sich Heiligenblut mit einem Wert von 4,6 (Saisonalität der Beschäftigung fließt in die Bewertung mit ein, Anm.), Eisenkappel-Vellach (4,8) und Deutsch-Griffen (4,8).

Bundesweit
Die höchsten Indexwerte erzielen die beiden niederösterreichischen Gemeinden Gießhübl (8,5) und Gaaden (8,4). Am niedrigsten liegt der Index im burgenländischen Kittsee (3,8). Näheres zum Index auf der Wifo-Homepage (www.wifo.ac.at) unter aktuellen Publikationen.

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