Stefan Ratheiser ist mit seinen jungen Jahren begeisterter Förster und Landwirtschaftsmeister im Bio-Bergbauernbetrieb seiner Eltern – was ihn sonst noch bewegt!

 

Nach dem Facharbeiter in der Landwirtschaft folgte 2011 die Matura. 2014 legte Stefan Ratheiser die Staatsprüfung für den Försterdienst ab und ist somit ausgebildeter Förster. „Diesen Beruf übe ich jedoch bei keiner Firma aus, sondern bewirtschafte die Forstflächen am elterlichen Betrieb bzw. auch schon meine eigenen gemeinsam mit meinem Vater“, erzählt uns Stefan. Seit 2017 ist er auch Landwirtschaftsmeister.

Es wird viel bewegt
„Seit 2013 mittlerweile arbeite ich am elterlichen Betrieb „Pirkerhof“ am Oberwietingberg mit, der im Haupterwerb geführt wird – diesen darf ich in den kommenden Jahren auch übernehmen“, erzählt Stefan stolz. Das enge Verhältnis zu seinem Vater bedeutet ihm viel. So wurde 2016 auch ein Stallzubau getätigt und eine ´Wellnessoase´für die Kühe geschaffen. „Seit 2018 bauen wir unser Bauernhaus um, um zwei getrennte Wohnbereiche zu schaffen. Seine Frau Betina Kronlechner arbeitet als Radiologietechnologin im UKH Klagenfurt. Hilft aber immer mit, wenn sie frei hat.

Arbeit geht nie aus
„Wir melken im Schnitt rund 34 Kühe am Betrieb“, so Stefan. Die gesamte Milch vermarktet die Familie über einen bäuerlichen Milchhof in Klein St. Paul. „Die Forstflächen werden von uns selbst bewirtschaftet und stellt uns aufgrund des Klimawandels und der Käferproblematik vor große Herausforderungen“, betont er. Produziert werden auch Obstsäfte sowie Edelbrände und zum Betrieb gehört auch das Juwel der Familie: eine eigene Almhütte.

Qualität statt Quantität
Es gibt immer weniger Bauern und die Gesellschaft fordert immer mehr: Auflagen, Bürokratie, niedrige Preise aber hohe Qualität. „Wir sind ein Bio-Betrieb, der die Kuh nicht zu Spitzenleistung zwingt, sondern ihr Lebensqualität gönnt – dies ist die Zukunftschance für Milchbetriebe in Berggebiet“, betont der Landwirtschaftsmeister. Die Leute wollen Lebensmittel vom Hof und zahlen dafür gerne mehr.

Pläne für die Zukunft
„Ich will mit Betina und mit meinen Eltern gemeinsam unseren Betrieb in eine gesunde Zukunft führen und nachhaltig wirtschaften.“ Das Erfolgsrezept: „Die ganze Familie zieht gemeinsam an einem Strang!“

Foto: ©KK