Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Tiebeltal und Wimitzerberge mit den Gemeinden Feldkirchen, Himmelberg, Steuerberg und St. Urban wurde Anfang Juli gegründet. KLAR-Managerin Elke Müllegger informiert.

Der Nordrand des Klagenfurter Beckens ist einer der gewittergefährdetsten Bereiche in ganz Österreich. Extreme Wetterereignissen wie Starkregen, Hagel, Sturm, große Hitze und die sich dadurch ergebende Trockenheit werden anhalten und sich zukünftig noch verstärken.

Jetzt an der Zukunft arbeiten
Um sich auf die Auswirkungen des Klimawandels, auch auf regionaler Ebene vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels zu minimieren und die sich eröffnenden Chancen zu nutzen, wurde bereits im Herbst 2016 vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) das Förderprogramm Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR!) initiiert. Ziel des Programmes ist es, Regionen und Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich auf den Klimawandel einzustellen.

KLAR-Region Tiebeltal & Wimitzerberge
In Feldkirchen wurde Anfang Juli der Vertrag mit dem Umweltbundesamt bzw. dem Klima und Energiefonds unterschrieben. Damit ist die KLAR-Region Tiebeltal und Wimitzerberge mit den Gemeinden Feldkirchen, Himmelberg, Steuerberg und St. Urban nun offiziell gegründet und aktiv. Trägerverein ist FEnergiereich mit Obmann Andreas Arnold. „Mittlerweile gibt es 44 KLAR-Regionen in ganz Österreich“, informiert die Regionsmanagerin Elke Müllegger, die das Studium für ökologische Landwirtschaft an der BOKU in Wien absolvierte und nun gemeinsam mit dem Umsetzungsteam mit Roland Gutzinger und Sabine Kinz dabei ist erste Projekte und Konzepte zu erarbeiten.

Zweijahresplan für die Region
Schwerpunktthemen für die KLAR-Region Tiebeltal und Wimitzerberge sind der Katastrophenschutz, die Erhaltung der Lebensqualität, der Themenbereich Land und Forstwirtschaft (wie Wald, Weinbau, Bienen, Vögel), Beschattungen im öffentlichen Raum (durch Bäume), Trinkbrunnen und die Überhitzung von Seen. Aktuell werden die ersten zwei Schritte ausgearbeitet: „Bis Ende Jänner 2020 wird das Umsetzungsprojekt mit den vier KLAR-Gemeinden konkretisiert. Es geht dabei um die Maßnahmen, die in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden sollen. Es werden unter anderem mehrere Workshops durchgeführt. Der erste öffentliche Workshop findet am Mittwoch dem 25. September in Feldkirchen statt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen teilzunehmen und sich auch inhaltlich einzubringen“, berichtet Regionsmanagerin Müllegger. Kontakt: Tel.: 0664/3738672 oder klar@fenergiereich.at

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