Der Klimawandel betrifft unser ganzes Lebensspektrum. Egal ob Heizen, Einkaufen, Mobilität oder Bauen und Wohnen, die Klimafrage stellt besonders Gemeinden im Alpenraum vor große Herausforderungen

„KLAR“ oder „KEM“? Die „Klimawandel-Anpassungsmodellregion“, kurz KLAR, und die „Klima- und Energie-Modellregion“, auch KEM genannt, sind beides Vereine, die gegen den Klimawandel arbeiten. Außerdem versuchen sie, Regionen an das bereits veränderte Klima anzupassen. Daniela Schelch ist KEM-Managerin der Klima- und Energie-Modellregion Karnische Energie und fungiert als Koordinatorin der Beteiligten, wie zum Beispiel regionaler Unternehmen, Schulen oder Kindergärten, die für den Erhalt des Klimas kämpfen. Sie erzählt von den Problemen, die im Gailtal entstehen würden, und von den Projekten, die für Bewusstseins- und Wissensbildung sorgen sollen.

Der Wandel
„Der weltweite Klimawandel ist nicht nur mess-, sondern auch immer spürbarer. Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig und schreitet rasant voran und das betrifft auch unsere Region,“ erklärt die Projekt-Managerin und fährt fort: „Der Alpenraum ist von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark betroffen. Das stellt vor allem Gemeinden vor neue Herausforderungen. Die Veränderungen haben Auswirkungen auf verschiedenste Lebensbereiche wie Gesundheit, Tourismus, Bauen und Wohnen, Forstwirtschaft, Raumplanung, Naturgefahren, Infrastruktur oder Wasserhaushalt und Wasserwirtschaft.“ Der Klimawandel hält aber auch Chancen bereit, die es frühzeitig zu nutzen gilt. Durch gezielte Anpassungsmaßnahmen können Gemeinden und Regionen zukunftsfit gemacht werden und vorrausschauende Maßnahmen ergreifen.

Möglichkeiten
Die Karnische Energie versucht mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen an die Bevölkerung zu treten und sie dafür zu begeistern, Ressourcen zu schonen und damit das Klima zu schützen. Beispielsweise wurde ein Ratgeber namens „Ich bin Kostbar“ herausgegeben. Dieser enthält Tipps und Tricks zum Ressourcenschonen und ist zugleich ein Ratgeber für ein nachhaltiges Leben. Er umfasst die Bereiche Müll, Verwertung und Ressourcen und bietet in Form von Rezepten Möglichkeiten, diese Ratschläge umzusetzen.
Beim Thema Mobilität ist das Projekt „Fred“ mit dem E-Car-Sharing eine Strategie, um CO2 einzusparen. Durch das Teilen von Autos sollen Zweit- und Drittautos von Familien ersetzt und gleichzeitig Fahrräder attraktiver gemacht werden.

KLAR
Die KLAR-Regionen wiederum setzen auf die Anpassung der Gemeinden auf den Klimawandel. Denn gesundheitliche Probleme wie Wärmeempfindlichkeit oder überhitzte Innenstädte durch fehlende Beschattung werden noch kleinere Probleme sein. Trockenperioden sowie Unwetter und Starkregen werden immer häufiger und stärker werden. Die Gemeinden müssen auf Unwetterkatastrophen wie „VAIA“ vorbereitet und die Bevölkerung geschützt werden. Besonders durch das Unwetter im letzten Jahr sind gerade die Gailtaler Gemeinden sehr sensibilisiert, wenn es um den Klimaschutz geht. Deshalb besuchte kürzlich eine Gailtaler Delegation einen Workshop zum Thema KLAR. Ob es im Bezirk neben dem Engagement der Gemeinden, Betriebe und dem Schulnetzwerk für die Karnische Energie auch ein Klar-Projekt geben wird, steht noch nicht fest.

 

 

© KEM