Ostern fällt heuer aus, zumindest im kirchlichen Sinne. Sämtliche Speisesegnungen werden ausgesetzt. Auch wird es keine Osterfeuer geben. 

„Öffentliche Gottesdienste und Versammlungen aller Art sind ausgesetzt. Daher dürfen Gottesdienst- , Andachts- und Anbetungszeiten auch nicht öffentlich, z. B. auf der Website oder im Pfarrblatt, verlautbart werden“, heißt es in dem Schreiben, das heute Mittwoch von Generalvikar  Johann Sedlmaier an alle Kärntner Pfarren und kirchlichen Mitarbeiter erging.
Kirchen bzw. Gebetsstätten würden weiterhin zum Zweck des persönlichen Gebets offenstehen. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass die Gesamtzahl der in der Kirche anwesenden Personen keinesfalls höher als fünf sei und gegenüber anderen Menschen ein Abstand von einem Meter eingehalten werde.

Keine Speisesegnungen
Ausdrücklich weist Generalvikar Sedlmaier im heutigen Schreiben darauf hin, dass auch Palmprozessionen und Speisensegnungen im Freien dem Versammlungsverbot unterliegen und daher nicht stattfinden dürfen. Außerdem seien Osterfeuersegnungen heuer „ersatzlos zu streichen“. Das Osterfeuer sei heuer die Kerze, die am Karsamstag am Abend zu Hause entzündet werde. In diesem Zusammenhang erinnert die Diözesanleitung erneut an die Tradition der Hauskirche und appelliert, „diese Feierlichkeiten zu Hause unter Teilnahme jener Menschen, mit denen man unter einem Dach wohnt, stattfinden zu lassen“.

Gebetshilfen werden geschickt
Für die häuslichen Feiern vom Palmsonntag bis Ostern werde an alle Kärntner Haushalte eine Sonderausgabe der Kärntner Kirchenzeitung „Der Sonntag“ mit Gebetshilfen zur Segnung der Palmzweige sowie Gestaltungsvorschlägen für eine Ölbergandacht am Gründonnerstag, eine Kreuzwegandacht, die Segnung der Osterspeisen und eine Feierandacht in der Osternacht per Post zugestellt. Zusätzlich wird das Liturgiereferat der Diözese Gurk eine Vorlage für die häusliche Segnung der Osterspeisen, des Weihwassers und des Herdfeuers auf der Diözesanhomepage veröffentlichen.

Foto: KRM