Viele Gailtaler Gemeinden und Schulen schließen sich der Bewegung „Mein Ort für die Zukunft“ an und wollen zeigen, dass der Klimaschutz in den ländlichen Regionen mehr als ein Wort ist.

Alleine mit den e-Gemeinden wie Kötschach-Mauthen, Arnoldstein und Weißensee (e5) oder Hermagor (e4) und Gitschtal (e2) verfügt das Gailtal über fünf zukunftsweisende und klima-bewusste Gemeinden. Warum das Klima in ländlichen Regionen eine große Rolle spielt, erklärt Margarethe Stampfl vom Ortsmarketing Kötschach-Mauthen so: „Im Gailtal sind die Menschen besonders naturverbunden und sie verstehen die Natur auch noch. Viele leben von der Landwirtschaft, das bedeutet, dass auch die Veränderungen durch den Klimawandel besonders wahr- und ernstgenommen werden und die Menschen etwas dagegen tun möchten. Gerade weil unsere Gemeinden sehr klimabewusst arbeiten, ist das Thema bei uns so präsent.“

Demonstrationen
Rund 200 Schüler gingen im September alleine in Kötschach-Mauthen auf die Straße und demonstrierten für mehr Umweltbewusstsein. Gefordert wird, unter anderem in Form eines Klimavolksbegehrens, die Verankerung des Klimaschutzes in der Verfassung, eine ökosoziale Steuer- und Abgabenreform, ein transparentes und verpflichtendes CO2-Budget und eine Energie- und Verkehrswende. Die Gemeinde Hermagor, die den Mobilitäts- und Straßenmaltag schon letztes Jahr veranstaltete, sowie die Gemeinden Kirchbach und Dellach schlossen sich ebenfalls an und gingen mit Schülern auf die Straße. Sie beteiligten sich an Straßenmalaktionen, bastelten und verteilten „GEH“schenke und „Stinkefüße“ für Autofahrer und malten Sprüche und Transparente für die Ortstafel-Aktion.

Ortstafelaktion
Diese Aktionen fanden ganz im Zeichen des Klimawandels statt und sollten darauf aufmerksam machen, dass auch der Verkehr eine wichtige Rolle im Klimaschutz spielt. Damit wollen die Kinder zeigen: „Die Straßen sind nicht nur für Autofahrer da!“ „Mit dieser Aktion wollen wir die Menschen auf die Bedeutung von klimaschonender Mobilität aufmerksam machen,“ erklärt KEM-Managerin Daniela Schelch. Theresa Paul vom Verein energie:autark erklärte den Kindern einfach aber eindrucksvoll, wieso diese Veranstaltung stattfindet: „Weißt du, wir haben nur eine Erde und wenn wir diese kaputt machen, gibt es keine zweite, wo wir hin können. Deshalb steht am Plakat: There is no planet B,“ angelehnt an den allseits bekannten „Plan B“. Organisiert wurde die Aktion vom Verein energie:autark, der KEM Karnischen Energie und unterstützt von Margarethe Stampfl.

Kinder
Daniela Schelch findet es besonders wichtig, dass schon Kinder über Themen wie Umweltschutz und Klimawandel Bescheid wissen. „Die Kinder sind der Schlüssel. Wir alle wurden erzogen und haben von den Erwachsenen gelernt, genau so funktioniert es heute. Wenn wir den Kindern jetzt zeigen, wie man es besser machen kann, wachsen sie damit auf und es ist völlig normal, nicht aus Plastikflaschen zu trinken, seinen Müll wegzuwerfen und kurze Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wir können heute dafür sorgen, dass unsere Kinder eine saubere und lebenswerte Welt für sich, ihre Kinder und Enkelkinder vorfinden,“ sagt sie.

 

 

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