Der aus Feldkirchen stammende Cornelius Granig ist erfolgreicher Unternehmensberater und Journalist, der sich seit vielen Jahren mit Cyber-Security befasst.

Der promovierte Politologe leitete die IT- und Sicherheitsabteilungen als Vorstand großer Banken und Versicherungen und war Manager bei internationalen Technologiekonzernen wie IBM und Siemens, die modernste Programme für die Verbesserung der Computersicherheit und die Erkennung und Abwehr von Cyber-Attacken entwickeln.

Digitale Schattenseiten
„Unsere Gesellschaft verändert sich rasant durch die Digitalisierung unseres Arbeits- und Lebensumfelds. Bei all der positiven Diskussion über deren Vorteile und die schiere Notwendigkeit, als modernes Land mit dem Zeitgeist und der weltweiten Technologieentwicklung mitzuhalten, darf man aber auf die Schattenseiten dieser Entwicklung nicht vergessen“, weiß Sicherheitsexperte Granig.

Bedrohungen aus dem Netz
Eine sehr wichtige davon ist die Computerkriminalität, die in der digitalen Welt jeden von uns betreffen kann. Wie groß ist die Bedrohung und was kann man dagegen tun? In dem gerade neu erschienenen Buch „Darknet – Die Welt im Schatten der Computerkriminalität“ und der zugehörigen Initiative www.darknet.help beleuchtet Autor Cornelius Granig die Möglichkeiten, die Private, Unternehmen und Organisationen haben, sich besser vor Cyber-Attacken aus dem Darknet und aus anderen Teilen des Internets zu schützen.

Tipps vom Experten
„Ganz oben auf der Liste steht der sorgfältige Umgang mit E-Mails, da in diesen häufig Anhänge oder Links enthalten sind, die beim Anklicken zur Infektion des Computers oder Telefons führen. E-Mails von unbekannten Absendern mit dubiosen Anhängen sollten erst nach dem Durchlauf eines Virenscanners geöffnet werden. Überhaupt ist es wichtig, regelmäßig Updates für das Betriebssystem und alle Programme vorzunehmen“, weiß Granig.

USB-Sticks, Passwörter & Daten
Ein großes Problem stellt der Einsatz von USB-Sticks dar, die ein beliebtes Einlasstor für Angreifer sind. Bei Passwörten gilt, jeder Benutzer soll möglichst sichere und für unterschiedliche Programme auch voneinander verschiedene Passwörter verwenden, und darüber hinaus nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung benützen. Kreditkarten- und Kontodaten, die Sozialversicherungsnummer, Gesundheitsinformationen oder gar Kopien von Ausweisdokumenten sollten nur in Fällen übermittelt werden, wenn die Kommunikation verschlüsselt ist.

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