Rund 110 Stunden kommen beim „Go-Mobil unteres Gailta“ pro Fahrer und Monat zusammen. So wichtig ist der gemeinnützige Verein für die Region.

Am 15. Dezember 2002 wurde der Verein „Go-Mobil unteres Gailtal“ unter Obmann Wolfgang Fischer gegründet. Mittlerweile besteht der Verein aus rund 50 privaten Mitgliedern und Mitgliedsbetrieben sowie sechs Fahrern. Besonders für alltägliche Wege ist das Go-Mobil eine Wertschöpfung für die ländliche Infrastruktur, denn öffentliche Verkehrsmittel wären mancherorts einfach nicht finanzierbar.

Hier greift das Go-Mobil ein
In Struktur- und Bevölkerungsarmen Regionen sind öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn nicht umsetzbar. Als gemeinnütziger Verein mit öffentlicher Unterstützung und ehrenamtlichen Funktionären und geringfügig beschäftigten Mitarbeitern, was ausschließlich auf die Fahrer zutrifft, ist das Go-Mobile eine günstigere Alternative zum Personentransport. „Man stelle sich vor, eine ältere Dame ist auf die Hilfe des Nachbarn angewiesen, egal ob für den Einkauf oder Arztbesuch. Mit dem Go-Mobil aber, hat sie die Möglichkeit, selbstständig von A nach B zu kommen und das zu einem günstigen Preis,“ erklärt der Obmann.

Preise
Günstig ist es deswegen, weil der Verein von den Gemeinden subventioniert wird. Das Go-Mobil Nötsch fährt die Gemeinden Nötsch, Feistritz/Gail, Hohenthurn und St. Stefan im Gailtal an. Aus Sicherheitsgründen ziehen es die Fahrer vor, wenn das „GO“, also das Ticket für eine Fahrt, schon vorher bei einem Partnerbetrieb oder bei der Gemeinde gekauft wird. In diesem Fall kostet das Ticket 3,80 Euro, wenn man erst im Auto bezahlt, werden 5,20 verrechnet. Die Fahrt zu einem Nichtpartnerbetrieb kostet zwei „Goes“.

Ehrenamt
Wenn man den Zeitaufwand und die Arbeit dahinter betrachtet, ist die maximale Entschädigung innerhalb der Geringfügigkeitsgrenze eine kleine. „Aber unsere Fahrer machen das nicht wegen dem Geld. Wir möchten etwas Positives in die Gemeinde einbringen und etwas für die Bevölkerung tun. Mit dem Bereitstellen des Go-Mobils kann man die Wege vieler Menschen erleichtern,“ erklärt Fischer. Übrigens: Während einer Schicht ist der Fahrer durchgehen abrufbar. Beim Anruf fährt er los, egal wo er gerade ist, oder was er tut.

Auszeichnung
Die übergeordnete Dachgesellschaft und Koordinator für alle in Kärnten ansässigen GO-MOBIL Vereine, die GO-MOBIL® Zertifizierung GmbH in Moosburg hat anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieser Einrichtung als besondere Wertschätzung für die Leistung der Vereine im gemeinnützigen und infrastrukturellen Bereich das Kärntner Wappen verliehen bekommen.

 

 

© KRM