Die „Wahlgailtalerin“ Herta Hofer hat schon viel gesehen. Ihre künstlerische Reise verschlug sie in die ganze Welt. Nun erzählt sie davon.

In Wien geboren, begann sich Herta Hofer schon früh für andere Kulturbereiche zu interessieren. „Es folgten Reisen und Studien über den gesamten Erdball verteilt. Trotzdem zog es mich immer wieder zurück ins Gailtal, in das alte Haus, welches schon meiner Ur-Urgroßmutter gehörte,“ erzählt sie.

Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung zur Diplomgrafikerin an der Brüssler Akademie studierte sie in Wien an der Akademie für bildende Kunst und Akt sowie etliche Jahre „musikalische Grafik“. „Besonders prägend für mein weiteres künstlerisches Leben war die Teilnahme an der Salzburger Sommerakademie bei Oskar Kokoschka, der meinem Werk große Originalität zuschrieb.“ Herta Hofer hat sich nicht nur als Klangmalerin weltweit einen Namen gemacht. Ihr künstlerisches Spektrum reicht von Aquarellen, Öl- und Acrylmalerei, Farbholzschnitten und Farbradierungen bis hin zum Verfassen von Lyrik- und Prosatexten, für die sie 1990 den Theodor Körner Preis erhielt. Ihr künstlerisches Schaffen hat sie in alle fünf Erdteile geführt, wo sie mit zahlreichen Ausstellungen und Einzelausstellungen vertreten war. Als Klangmalerin nahm sie an internationalen Kunst-Therapie-Kongressen teil, um dort über die besondere Kunstform der „musikalischen Grafik“ zu referieren.

Materialien und Werke
Sie verwendet verschiedenste Materialien wie Marmorsand, Champagnerkreide, Asche, Lack, Bienenwachs und Schellack sowie eine Vielfalt an Techniken, womit sie immer wieder neue Farb-, Form- und Klang-Variationen schafft. Musikalische Grafik beispielsweise ist ein experimentelles Wirken mit dem Ziel, ein Musikerlebnis grafisch darzustellen – die Musik wird zur Inspiration. Herta Hofers Werke befinden sich in der Wiener Albertina, in öffentlichen Räumen, Galerien und Museen. Sie stellte in österreichischen Kulturinstituten in Paris, Kairo, Rom, Teheran aus, beteiligte sich an Kunstmessen und Biennalen in Basel, Innsbruck, Seoul-Korea, Krakau und Namur. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie den Theodor Körner Preis, oder den ersten Preis der „Internationalen Galerie für Zeitgennössische Kunst“ in Frankreich.

Hier ist eine ihrer Anwendungen der Mischtechnik zu sehen

Herta Hofer (2)