Seit rund 70 Jahren gibt es die Betriebsfeuerwehr des Industrieparks Euronova. In den vergangenen Jahren gab es einen starken Wandel, so wurde der Bau eines neues Rüsthauses notwendig.

„Wir sind aus dem alten Rüsthaus herausgewachsen. Es gab etwa keine Duschen oder Schmutzschleusen. Auch sind die Fahrzeuge größer geworden. Das neue Tanklöschfahrzeug, welches wir im Jänner bekommen haben, passt nicht mehr in das Haus. Dieses wurde 1974 erbaut, da waren die Dimensionen ganz andere“, sagt Euronova-Geschäftsführer Eric Gotschier. Der Spatenstich erfolgte Anfang April, die Arbeiten laufen derzeit planmäßig – die Fertigstellung ist für Juli/August vorgesehen. Außerdem wird es eine Werkstätte geben sowie eine Trennung der Arbeits- von der Einsatzkleidung – alles den aktuellen Vorschriften entsprechend angepasst. Die Kosten betragen rund 850.000 Euro, 90 Prozent tragen die beteiligten Betriebe, die Gemeinde Arnoldstein finanziert die restlichen 10 Prozent.

Betriebsfeuerwehr? Die Brandfachleute vor Ort zu haben sei äußerst wichtig, wie Gotschier betont: „Betriebsfremde Feuerwehren haben bei solchen Betrieben, wie es sie im Industriepark gibt, größte Probleme.“ So gäbe es große Hallen mit mehreren Ebenen. Personen ohne Ortskenntnis könnten sich hier nicht mehr orientieren. Die Feuerwehrleute der Betriebswehr sind gleichzeitig auch Beschäftigte der Firmen. Sie kennen sich aus, sind speziell ausgebildet und sind sehr schnell beim Brand. Das heißt, das Feuer kann gelöscht werden, solange es noch sehr klein ist“, sagt Gotschier. Außerdem: Im Falle eines Brandes müssen alle Mitarbeiter den Gefahrenbereich sofort verlassen. Sollte eine Person vermisst werden, können die Leute der Betriebswehr (aktuell sind es 34 Mitglieder) sofort zurückgehen und nach dieser suchen – ein großer Sicherheitsaspekt für alle Mitarbeiter.

Foto © KK