Die Kartoffel – im alten Jauntaler Dialekt „Repica“ genannt – steht am 7. Oktober in St. Michael ob Bleiburg im Mittelpunkt. Rundherum gibt’s Brauchtum, Musik, Kinderunterhaltung etc.

Ein Gemeinschaftsprojekt ist das Repica-Fest mit St. Michaeler Erntedank, das heuer zum zweiten Mal stattfindet. Die Premiere im vergangenen Jahr war der Grundstein zur Gründung des Vereins „Lebensraum Petzenland-Peca“ mit Obmann Franz Kušej. Der Verein sorgt für die Gesamtorganisation und die Infrastruktur, die anderen Vereine sowie Wirtschaftstreibende, Gast- und Landwirte sind mit dabei. Unterstützt wird das Fest von der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg.

Traditionell
„Die Idee ist ein identitätsstiftendes Fest für die Gemeinde zu schaffen“, erklärt Doris-Grit Schwarz, Schriftführerin im Verein „Lebensraum Petzenland-Peca“. „Mit der Kartoffel ist die Region eng verbunden. Wir möchten darauf aufmerksam machen, unsere Tradition und Bräuche zu leben und die heimischen Lebensmittel wertzuschätzen. Wichtig ist auch die Zweisprachigkeit.“

Franz, Franziska & alle zusammen!
Der Kindergarten bastelt den Tischschmuck, die Europaschule die Festabzeichen. Franz Kušej: „Der Reingewinn aus dem Festabzeichen-Verkauf kommt sozialen Zwecken zugute.“ Für die Deko sorgt ein Team der Naturfreunde Petzen unter der Federführung von Maria Blažej, Strohhupfen, Sackhüpfen und Basteln mit dem Werkhof Bistrica sind Aktivitäten aus dem Kinderprogramm. „Alte landwirtschaftliche Geräte und eine Apfelsaftpresse werden auch zu sehen sein“, freut sich Schwarz. Das Fest, das von Peter Grilliz moderiert wird, findet bei jedem Wetter statt. Für das „Franz-Treffen“ um 14 Uhr sind Träger der Namen Franz und Franziska aus dem gesamten Bezirk gesucht! „Jüngste, Älteste, am weitesten Angereiste werden ausgezeichnet“, so Kušej.

Regionales wertschätzen
Direktvermarkter, Imker, Farant- und Salamibauern bieten ihre Produkte an, es gibt Verkostungen sowie Kartoffel-Kulinarik in verschiedensten Formen. „Natürlich auch kombiniert mit Fleisch“, lacht Wirt Alfred Loser, der als Obmann-Stv. im Verein „Lebensraum Petzenland-Peca“ tätig ist und sich für Regionalität – über das Fest hinaus – ausspricht: „Ich beziehe die Kartoffeln von den Bauern Flödl und Kotschnig. Es ist wichtig, dass Gastwirte mitmachen.“ Fritz Flödl z.B. hat sich auf Bio und Kartoffeln spezialisiert, heuer 13 Sorten angebaut, darunter zahlreiche Raritäten, die in den Verarbeitungsmöglichkeiten und auch Farben vielfältig sind.

Großes Foto oben: Fritz Flödl, Franz Kušej, Doris-Grit Schwarz und Alfred Loser (v.l.) beim Loser-Kreuz am Dorfplatz, das nach der Sanierung im Zuge des Erntedank-Gottesdienstes eingeweiht wird
© KRM

Die Biobauern Fritz und Elisabeth Flödl mit der Sorte „Blaue St. Galler“, einer Neuzüchtung, die sie heuer zum ersten Mal angebaut haben und die beim Kochen ihre Farbe behält

Kartoffel-Spezialitäten in verschiedensten Varianten und allerlei weitere Herbstköstlichkeiten gibt’s am Sonntag in St. Michael ob Bleiburg
© KRM (2)

Repica-Fest & St. Michaeler Erntedank: Sonntag, 7. Oktober, Dorfplatz St. Michael ob Bleiburg.
9.30 Uhr: Platzkonzert
10 Uhr: Erntedank-Gottesdienst mit Pfarrer Slavko Thaler, Jugendchor Gaudete, Kirchenchor MePZ Gorotan
11.30 Uhr: Eröffnung, anschließend Frühschoppen mit St.-Katharina-Chor, Volkstanzgruppe DG Loibach, Quintett Donet
14 Uhr: Franz-Treffen
Freies Musizieren: Musikantenstammtisch Jauntal, Trio Korenika
16 Uhr: Verlosungen
17 Uhr: Jahreskonzert Godba na pihala Smihel