Reinhilde Alperth ist ehrenamtlich als Hospizbegleiterin für die Caritas tätig und dadurch mit unterschiedlichen Schicksalen konfrontiert.

Schon seit frühester Jugend beschäftigte sie das Thema Krankheit und Tod im Familien- und Freundeskreis.

Interesse
Ein Vortrag des Seelsorgers und Trauerbegleiters Pfarrer Staudacher weckte dann endgültig ihr Interesse an der Hospizbegleitung. „Oft erzählten mir völlig unbekannte Menschen ihre Lebensgeschichte und ihr Unglück“ erklärt Reinhilde Alperth.

Ausbildung
Die Ausbildung zur Hospizbegleiterin erfolgte für Alperth 2009 im Bildungshaus der Caritas in Tainach, seitdem arbeitet sie auch überkonfessionell für die Caritas. Außerdem erweiterte sie ihr Wissen durch zusätzliche Seminare und umfangreiches Literaturstudium. „Hin und wieder wurde ich von Angehörigen gebeten für den Verstorbenen einen Nachruf zu erstellen,“ erklärt Alperth.

Trauerrednerin
Durch die positiven Rückmeldungen der Angehörigen ermutigt, und nach einem langen Entwicklungsprozess, entschloss sich die Oberkärntnerin dazu, fortan auch als Trauerrednerin zu fungieren. „Mein Nachruf soll das Leben des Verstorbenen würdigen und die Beziehung zu den Hinterbliebenen angemessen darstellen,“ präzisiert Reinhilde Alperth ihre Tätigkeit. In Absprache mit den Angehörigen verfasst sie einen persönlichen Schriftsatz zur Erinnerung und zur Wertschätzung für den Verstorbenen. Mit Begleittexten und entsprechender Musik wird die Verabschiedung eine sehr individuelle Zeremonie.

Herzensangelegenheit
Die Tätigkeit als Trauerrednerin wurde für die Oberkärntnerin zu einer Herzensangelegenheit. „Mein persönlicher Anspruch ist es, in den schwersten Stunden die wir wohl alle durchleben müssen, an der Seite der Angehörigen zu stehen und ihnen einen guten Abschied zu ermöglichen,“ meint Alperth.

Erweiterung
Durch die unterschiedlichsten Anforderungen hat sich für Frau Alperth ein erweitertes Berufsfeld ergeben. „Ich gestalte die Verabschiedungsfeiern mit Sarg oder Urne, führe Urnenbestattungen durch und auch Begräbnisse,“ erklärt Alperth. Wenn es gewünscht wird hält sie auch Bet- und Andachtsstunden ab. „Wenn ich von Angehörigen die Rückmeldung bekomme, das die Verabschiedung sehr würdevoll war, die Ansprache dem Verstorbenen gerecht wurde und dergleichen mehr, dann weiß ich, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe,“ stellt Reinhilde Alperth abschließend fest.

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