Die St. Andräerin Isabella Knauder verbrachte ein Studiensemester am Pitzer College in Kalifornien – ein Abenteuer, das sie nicht vergessen wird.

Nach vier Semestern an der Grazer Uni war es für die Studentin der Ernährungswissenschaften und Englisch Isabella Knauder Zeit für eine Abwechslung vom Studentenalltag. Über das International Student Exchange Program (ISEP) bewarb sie sich für ein Auslandsemester in den USA. „Das Prozedere ist aufwendig und zeitintensiv. Man muss sich mindestens ein Jahr im Voraus dafür anmelden“, erklärt Isabella. „Zudem muss man bereits gute Sprachkenntnisse und einen gewissen Notendurchschnitt haben.“ Im Falle von Isabella passte alles – sie durfte viereinhalb Monate am Pitzer College in Claremont, Kalifornien, verbringen. Die Hochschule ist Teil der Claremont Colleges und hat ihre Schwerpunkte in Sozial- und Verhaltenswissenschaften, internationalen Programmen und Medienwissenschaften.

Wohnen am Campus
Für eine Studentin in Graz ist der Unialltag in den USA wie eine andere Welt. Schon die Unterbringung der Studenten könnte kaum unterschiedlicher sein: „Während Studenten bei uns in Wohnungen und WGs in der Stadt verteilt wohnen, leben in den USA alle Studenten direkt am Campus. Man bewohnt zu zweit ein kleines Doppelzimmer“, sagt Isabella. Für viele mag dies schwer vorstellbar sein – Stichwort unterschiedlicher Lebensrhythmus –,doch ein Matchingverfahren stellt im Voraus sicher, dass man mit der zukünftigen Mitbewohnerin „kompatibel“ ist, so wie Isabella mit ihrer Zimmerkollegin Somin aus Japan.

Roadtrip
Für Isabella war ihr Auslandssemester eine Zeit voller Erlebnisse und neuer Eindrücke. Am College absolvierte sie acht Lehrveranstaltungen pro Woche, an den Wochenenden standen Städtetrips auf dem Plan, beispielsweise nach Los Angeles. Besonders wird ihr ein Roadtrip in Erinnerung bleiben. „Es waren Thanksgiving-Ferien und während die einheimischen Studenten bei ihren Familien waren, mieteten wir uns zu fünft ein Auto. Innerhalb von fünf Tagen brachten wir 2.800 Kilometer hinter uns und durchfuhren vier Staaten.“. Auf dem Plan standen dabei u.a. Besuche im Death Valley-Nationalpark, bei den riesigen Kakteen von Tucson und dem White Sands National Monument in New Mexico. „Ich kann nur jedem empfehlen, diese Erfahrung einmal selbst zu machen“, sagt die werdende Lehrerin.

Auf einem Roadtrip durchs Death Valley. Hier wurden 1913 die bisher höchsten Temperaturen weltweit gemessen (56,7 °C)

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