Von der Gemeinde Neuhaus bis zur Gemeinde Feistritz ob Bleiburg erstreckt sich das Einsatzgebiet der Bergwacht Bleiburg. Die Ehrenamtlichen sind ausgebildete Alpinisten, arbeiten im Zeichen des Naturschutzes und sind auf der Petzen auch im Bereich Erste Hilfe tätig.

Mit den Schwammerln hat es heuer Ende Juli im Zuständigkeitsbereich der Bergwacht Bleiburg schlecht ausgesehen: „Wir befahren regelmäßig unseren Abschnitt, es waren auch keine Leute unterwegs“, sagt Einsatzleiter Franz Gorenschek. Der Boden ist zu trocken, Feuchtigkeit und entsprechende Wärme sind ideale Wetterbedingungen, um Pilze sprießen zu lassen. „2018 war es ähnlich wie heuer, 2017 und 2016 gab es Pilze in Massen“, erinnert sich Gorenschek.

Informationsarbeit
Die Kärntner Bergwacht ist eine Naturschutz-Organisation, die Mitglieder, die alle ehrenamtlich arbeiten, kontrollieren die Einhaltung der Gesetze: Geschützte Schwämme, die zeitlich offen sind – wie Eierschwammerl und Steinpilze –, darf man im Zeitraum von 15. Juni bis 30. September für den Eigengebrauch zwei Kilogramm pro Person sammeln. Die Bergwacht ist im Gelände unterwegs und führt Kontrollen durch – zum überwiegenden Teil mit Aufklärungs- und Informationstätigkeit. „In dieser Region haben wir in den letzten fünf Jahren keine Anzeige oder Abnahme vornehmen müssen, die Mengen waren so, dass sie dem Gesetzt entsprochen haben. Die Informationen – es werden auch dreisprachige Folder aufgelegt – fruchten sehr“, weiß Gorenschek. „Die Leute sind sehr diszipliniert es ist eine angenehme Situation.“

Umweltbewusstsein
Müll auf stark frequentierten Straßen oder Nebenstraßen – Müll, der aus dem Pkw geworfen wird – ist ein zunehmendes Problem. Personen, die sich aber bewusst im Wald und Berggelände aufhalten, bescheinigt Gorenschek aber ein gutes Umweltbewusstsein: Hier gibt es sehr selten weggeworfenen Müll.

Umfassende Ausbildung
Die Einsatzstelle Bleiburg besteht seit mehr als 50 Jahren, aktuell sind hier 30 Mitglieder tätig, es ist die zweitstärkste Einsatzstelle in Kärnten. Auf der Petzen hat die Bergwacht Bleiburg auch einen Stützpunkt, ist hier mit Erste-Hilfe-Maßnahmen im Winter auf der Piste sowie im Sommer entlang der Radstrecke tätig. „Alle 30 Personen unserer Einsatzstelle sind ausgebildete Alpinisten – zum einen mit der Ausbildung als Berg- und Wanderführer und zum anderen mit Ausbildungen in Rettungs- und Bergetechniken“, erklärt der Einsatzleiter. „Auch wir suchen Jugend, die uns unterstützen möchte. Die Tätigkeit ist freiwillig, aber mit großer Verantwortung sowie Rechten und Pflichten verbunden. Die Ausbildung dauert über ein Jahr, dann ist eine kommissionelle Prüfung abzulegen und man wird als Bergwächter bei der Bezirkshauptmannschaft angelobt.“

Am Foto oben: Einsatzleiter Franz Gorenschek von der Bergwacht Bleiburg
© KRM

Im Sommer und im Winter führen die Mitglieder der Bergwacht Bleiburg regelmäßige Übungen auf der Petzen durch. Am Südkärntner Hausberg sind sie für Erste-Hilfe-Maßnahmen im Einsatz
© Bergwacht Bleiburg