Am Wieserberg aufgewachsen betreibt Edith Obersteiner eine Rotwildzucht und bewirtschaftet ein Cafe. Zusätzlich ist sie Chorleiterin beim Gemischten Chor Grafendorf

Schon mit ihren Eltern hat Edith Obersteiner in den Bergen, genauer gesagt zwischen Leifling und Grafendorf am Wieserberg, gelebt. Von ihnen erbte sie auch eine Landwirtschaft. Auf dieser gab es, wie es früher üblich war, Kühe, Schweine und Hühner. Im Jahr 2013 wurde umgestellt und es entstand eine Rotwildzucht mit rund 30 Tieren, wo auf Anfrage hin auch Wildfleisch verkauft wird. 2016 kamen drei Vogelstrauße dazu.

Vom Wieserberg nach Kirchbach
Da Edith Obersteiner die Tiere eher als Hobby sieht und ihr Mann Erwin Obersteiner gemeinsam mit Christian Brunner eine Autowerkstatt führen, betreibt Edith das Cafe im Betrieb. „Vor einigen Jahren gab es einen Führungswechsel im Cafe und ich sollte das „Boxenstop“ vorrübergehen übernehmen. Es hat mir aber so gut gefallen, dass ich entschied zu bleiben,“ sagt die dreifache Mutter. Seit ungefähr sechs Jahren betreibt sie das Cafe und es scheint, als würden noch einige Jahre folgen. Außerdem ist Edith seit 1996 Mitglied im Gemischten Chor Grafendorf, indem sie ebenfalls eine wichtige Aufgabe übernimmt.

Aufgaben
Mit 27 jahren trat sie dem Gemischten Chor bei und sang neun Jahre lang mit. Dann wurde eine neue Chorleiterin gesucht. „Ein Jahr lang übernahm eine Lehrerin die Leitung, doch wir suchten in der Zwischenzeit vergeblich nach einer langfristigen Lösung. Mich haben die Aufgaben interessiert und ich bin ins kalte Wasser gesprungen,“ erzählt sie. Also wurde sie Chorleiterin. „Nach dem ersten Chorleiterkurs dachte ich, dass ich der Aufgabe nicht gewachsen bin, aber ich wurde von meinen Kollegen bestärkt es zu probieren. Also besuchte ich die Chorakademie in Ferlach. 2005 habe ich den Chor dann als Leiterin übernommen,“ erzählt Edith. „Nebenbei“ hat sich noch eine eher ungewöhnliche Aufgabe. Edith Obersteiner ist Wegobfrau der Weggenossenschaft am Wieserberg. Das findet sie selbst eher untypisch, weil diese Aufgabe „normalerweise“ Männern zuteilwird. Momentan ist sie hier mit der Beanteilung der Mitglieder beschäftigt, weil der Weg saniert und in zwei Jahren neu Asphaltiert werden soll.

Zu ihrer Rotwildzucht gesellten sich 2016 drei Vogelstrauße hinzu

Seit 2005 ist sie Chorleiterin des gemischten Chores Grafendorf

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