Im Jahr 1984 gab Maximilian Grentschnig aus Jakling seine erste Blutspende ab. Mit seiner 75. Spende erhielt er heuer die Goldmedaille für das Verdienste um das Blutspendewesen.

Das Blutspenden ist die einfachste Methode, Leben zu retten und dazu beizutragen, dass Wartezeiten auf schwere Operationen verkürzt werden. Benötigt werden Spenden beispielsweise bei bösartigen Erkrankungen sowie nach Unfällen bzw. schweren Verletzungen. Der Jaklinger Maximilian Grentschnig war selbst einmal in der Lage, Blutkonserven zu benötigen. „Mit 19 Jahren hatte ich eine schwere Darmoperation und brauchte dabei sehr viel Spenderblut. In meinen 30ern erlitt ich zwei Darmverschlüsse, die auch operiert werden mussten. Das kann jeden betreffen“, sagt der heute 55-Jährige. Um seinen Mitmenschen, die in ähnlich lebensbedrohliche Lagen geraten, helfen zu können, begann er schließlich selbst mit dem Blutspenden. Wenn es die Zeit zulässt und die Blutwerte passen, besucht er alle acht Wochen – so lang ist der Mindest-Zeitabstand zwischen zwei Spenden – eine der Blutspendeaktionen des Roten Kreuzes in Kärnten oder Tirol, dem Heimatland seiner Lebensgefährtin.

Wertvoller Dienst
In Kärnten stehen ca. 25.000 Blutspender bereit. Engpässe gibt es aktuell keine, „doch das kann sich schnell ändern“, sagt Rotkreuz-Organisationsleiter Mario Weratschnig. Speziell im Sommer sind viele Stammspender auf Urlaub oder nicht erreichbar. Für Maximilian Grentschnig ist es ein Anliegen, andere für das Thema zum Blutspenden zu motivieren. „Der Einstich tut nicht weh und man leistet einen wertvollen Dienst für die Gesellschaft.“ Auf Wunsch können sich Spender schriftlich benachrichtigen lassen, wenn ihre Spende gebraucht wurde. „Dann weiß man, dass man eine wichtige Tat vollbracht hat“, sagt Maximilian, der auch knapp 20 Jahre im Rettungsdienst ehrenamtlich für seine Mitmenschen da war.

Wie kann man spenden?
Alle gesunden Menschen ab dem 18. Lebensjahr können Spender werden. Wer sich für eine Blutspende entscheidet, wird vom Blutspendedienst des Roten Kreuzes unterstützt. Zuerst muss ein Fragebogen ausgefüllt werden. Darauf folgt eine Vorbesprechung und Untersuchung beim Blutspendearzt. Nachdem die Blutkonserven abgenommen wurden, wird der Spender mit einer Jause nachbetreut. Bei der ersten Spende sind 45 Minuten einzuplanen. Die nächsten Termine Lavanttal: 26. Juni, VS Ettendorf. 27. Juni, NMS St. Stefan. 28. Juni, NMS St. Marein. Jeweils von 15.30 bis 20 Uhr.

Maximilian Grentschnig mit dem Rotkreuz-Bezirksschulungsbeauftragten Alexander Zellnig

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