Arbeitest du gerne sorgfältig und konzentriert? Zahlen sind deine Welt und auch das Arbeiten im Freien begeistert dich? Dann ist die Ausbildung zum Vermessungstechniker genau das Richtige.

Keine Frage, Maß genommen hat jeder von uns schon einmal, um beispielsweise die Seitenlängen eines Dreiecks im Schulunterricht zu messen. Aber wie vermisst man eigentlich einen Berg oder die Länge einer Straße? Genau damit beschäftigen sich Vermessungstechniker. Horst Klampferer von Vermessung Klampferer in Seeboden und Martin Robert Penker (1. Lehrjahr) geben spannende Einblicke in die vielfältige Berufsausbildung.

Ausbildungsdauer
Die Lehre zum Vermessungstechniker wird in einem dualen Ausbildungssystem in fachtheoretischer und praktischer Hinsicht durchgeführt, vom Lehrberechtigten im Lehrbetrieb und in Graz an der Berufsschule. Die Lehrzeit für den Beruf beträgt vier Jahre.

Voraussetzungen
„Grundsätzlich kann eine Lehre nach dem Pflichtschulabschluss erfolgen. Martin Robert Penker startete mit seiner Lehre bei uns erst nach der Matura“, erklärt Ausbilder Horst Klampferer und erläutert die Anforderungen für den Lehrberuf: „Das Berufsbild des Vermessers hat sich durch die Digitalisierung vollständig verändert. Ein Vermesserlehrling muss bereit sein, die digitale Welt des Vermessens zu erlernen, das heißt, keine Scheu im Umgang mit elektronischen Messinstrumenten, CAD, digitalem Datenaustausch etc. haben. Mathematisches Verständnis, aber auch körperliche Fitness sind im Beruf ebenso gefragt“.

Berufsprofil
Vermessungstechniker vermessen Landschaftsoberflächen oder die Lage von Bauwerken. Diese Messdaten werden für die Flächenwidmung, die Errichtung von Bauwerken, für statische Berechnungen und für die Klärung von Besitzansprüchen benötigt. Bei den Vermessungsarbeiten im Freien kommen verschiedene (elektronische, optische oder computergestützte) Messgeräte zum Einsatz. Mittels der erhobenen Messdaten werden danach im Innendienst Pläne und Karten erstellt. „An meiner Ausbildung gefällt mir vor allem die Abwechslung und dass man viel in der Natur unterwegs ist“, schwärmt Lehrling Martin Robert Penker. Für ihn ist das präzise Arbeiten die größte Herausforderung: Vermessungen sind Grundlagen für Planung und Projektabwicklung.

Weiterbildung
„Aufgrund der hohen Nachfrage stehen die Jobchancen nach dem Lehrabschluss sehr gut. Nach der Lehre mit Matura kann auch ein Hochschulstudium absolviert werden“, informiert der Ausbilder. Für Martin Robert Penker steht zuerst jedoch der Lehrabschluss.

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at

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