Markus Rautner (49) fährt normalerweise das Eishockeyteam des VSV zu Auswärtsspielen. Aktuell fährt er Ärzte zu Covid-19-Patienten in Kärnten.

Die freiwillige Hilfe ist überwältigend. „Wir haben aktuell rund 100 freiwillige Helfer in unseren Reihen, die doppelt so viel arbeiten als sonst“, erklärt Landesrettungskommandant Daniel Hager (28) vom Samariterbund Kärnten.

Karenziert
Einer dieser Freiwilligen ist der Villacher Rettungssanitäter Markus Rautner. Auch er ist von seinem Brotjob (Garagenwart bei der Draupassagen-Garagen GmbH, Anm.) karenziert, sein Nebenjob als Busfahrer ist aktuell ebenso nicht gefragt. „Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit um anderen Menschen zu helfen?“, so Rautner.

Durch ganz Kärnten
 Seit vorigem Samstag hat der gebürtige Wiener, der seit 29 Jahren in Kärnten lebt, eine ganz spezielle Aufgabe inne: Er fährt – zusammen mit einem Arzt (am Bild oben mit Mediziner Andreas Schuh) – zu Covid-19-Visiten in ganz Kärnten. Die erste Fahrt führte ihn letzten Samstag ins Metnitztal. „Dort haben wir eine Person besucht, der es mittlerweile wieder gut geht. Der Arzt hat seine Visite absolviert, dann ging es wieder zurück nach Villach.“ Klar: Solche Visiten sind speziell, müssen mit besonderer Schutzkleidung absolviert werden. Ein mulmiges Gefühl hat Rautner aber nicht. „Jede Hand wird gebraucht, für mich ist die ehrenamtliche Hilfe selbstverständlich.“

Markus Rautner (r.) mit Daniel Hager (Landesrettungskommandant Samariterbund Kärnten)

Fotos: KK