Elisabeth Thurner aus Gmünd kann etwas von sich behaupten, was selten ist, sie lebt ihren Traum.

Die große Leidenschaft der Oberkärntnerin sind Bienen.

Die Ausbildung
Mit 20 Jahren ging Elisabeth Thurner nach Wien, um an der Universität für Bodenkultur Landwirtschaft zu studieren. Dort zu bleiben war aber nie ein Thema, wie sie feststellt: „Ich bin sehr natur- und heimatverbunden, weshalb es für mich nie ein Thema war, in Wien richtig Fuß zu fassen.“ In Österreich gibt es keinen Studienzweig, der sich speziell den Bienen widmet, allerdings hat sich Thurner schon während ihres Diplomstudiums mit Schwerpunkt Tierische Produktion an der Universität für Bodenkultur in Wien auf Bienen spezialisiert. Nach dem Studium arbeitet sie dann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Projekt, woraus auch ihre Dissertation mit dem Titel „Einfluss der Bestäubung durch die Honigbiene auf den Zustand und die Artenvielfalt einer Hochlagenflora“ entstand. „Mein Betreuer war der weit über Österreich hinaus bekannte Bienenwissenschaftler Prof. Hermann Pechhacker, der dann letztendlich auch dafür verantwortlich war, dass mich die Faszination Biene nicht mehr losgelassen hat, weder im privaten noch im beruflichen Bereich,“ erklärt Elisabeth Thurner ihre Leidenschaft für Bienen.

Die Imkerin
Thurner ist selbst erst seit 10 Jahren Imkerin, sie getraut sich aber schon zu behaupten, dass sie die Bienen schön langsam verstehe, obwohl die Imkerei viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung braucht. „Man muss auch verstehen, dass man den Bienen nichts aufzwingen kann, auch wenn wir sie in unseren Bienenstöcken halten, sie bleiben mit ihren sämtlichen Instinkten doch wilde Tiere,“ erklärt Thurner. Ganz wichtig ist es, zu Beginn eine Ausbildung zu absolvieren, ein Grundlagenkurs der Imkerei ist unabdingbar.

Ihre Zukunft
Elisabeth Thurner ist Imkerin mit Leib und Seele, ihre ganz große Leidenschaft gilt aber zweifelsohne der Königinnenzucht. Seit dem Jahr 2013 arbeitet Thurner bei der Kärntner Imkerschule, 2015 wurde dann ein Dienstposten für die Beratung von Bienenwirtschaft in der Landwirtschaftskammer Kärnten, Abteilung Tierzucht, geschaffen, der mit ihr besetzt wurde, vor kurzem wurde sie schließlich zur Obfrau des Kärntner Bienenzuchtvereins gewählt. Für ihre Zukunft hat Thurner klare Vorstellungen: „Ich würde mich sehr freuen, wenn auch in Zukunft die Bienen in meinem Leben diese Rolle spielen könnten, wie sie es auch bisher getan haben.“

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