Dreißig Stimmen stark ist der renommierte Singkreis Reichenau. Am 15. August wird mit der FF Ebene Reichenau das 49. Almfest mit Singen und Ringen veranstaltet.

Ebene Reichenau im Oberen Gurktal ist die Heimat des Singkreises Reichenau. Die Einwohner der Gemeinde am Tor zum Biosphärenpark Nockberge sind seit jeher als sehr musikalisch bekannt. Historische Quellen belegen, dass es hier bereits 1905 eine Sängerrunde gegeben hat.

Entwicklung
Gut dokumentiert ist eine Chortätigkeit ab den 1940er-Jahren. 1960 wurde die Singgemeinschaft als Singkreis Reichenau neu gegründet. Ruthilde Lax war für 30 Jahre die treibende Kraft. 1969 wurde der erste Brauchtumstag in St. Lorenzen durchgeführt (15. August), der heute noch ein Fixtermin im Jahresprogramm ist. In diesen Jahren entwickelte sich der Singkreis zu einem beliebten Chor. Plattenaufnahmen und hochkarätige Auftritte sind Zeugnis dafür. Hohes Niveau. Eine Zäsur war das Jahr 1990. Ruthilde Lax legte die Stimmgabel in die Hände von Renate Altmann. Ein Chorkonzert im Frühling, der Brauchtumstag am 15. August in St. Lorenzen und das Adventsingen waren seitdem die Höhepunkte im Jahreslauf. Immer wieder war der Chor ein gern gehörter und gesehener Gast bei Konzerten in nah und fern. 2008 beendete Renate Altmann nach 18 intensiven und erfolgreichen Jahren ihre Chorleitertätigkeit.

Neustart
Im Jänner 2009 übernahm Elfi Schabus den Singkreis Reichenau. Das erste Adventkonzert war nicht nur Feuerprobe für die neue musikalische Leitung, sondern auch für die neuen, teils sehr jungen Gesichter. Startete der Singkreis unter der neuen Chorleiterin mit nur 17 Sängern, so kann er sich aktuell über den Klang von 30 Stimmen freuen. Besonders stolz ist man, dass es auch viel jungen Nachwuchs gibt.

Höhepunkte
„Ausgezeichnete Erfolge“ konnten bei den Feldkirchner Chorwettbewerben 1994 und 1999 ersungen werden. Es folgten Fernsehaufnahmen (Klingendes Österreich 1999, Treffpunkt Kärnten, Kärnten heute) und CD-Aufnahmen (2003, 2004). 2012 wurde eine Advent-CD mit dem Titel „Im Land is schon still…“ aufgenommen. Darauf folgte im April 2016 der Tonträger „So guat wia daham obn”. Heuer im Herbst wagt man sich unter der Leitung von Elfi Schabus auf die „Chor des Jahres“-Wettbewerbsbühne.

© Christoph Rossmann