Die Schwestern Maria und Hanna Rattenberger-Monai aus Straßburg leiden an einer äußerst seltenen Stoffwechselerkrankung.

Die Gurktalerinnen Maria (19) und Hanna (15) Rattenberger-Monai leiden seit ihrer Geburt an „Glykogenose 1b“, einer sehr schweren und seltenen Form einer Stoffwechselerkrankung, bei der in der Leber ein Enzym fehlt, welches Zucker für den Körper verwertbar macht. Alle zwei Stunden muss der Zuckerspiegel über eine Sonde in der Nase stabilisiert werden, sonst fallen die Jugendlichen ins Koma. In Kärnten sind die beiden Schwestern als einzige an Glykogenose erkrankt. Im Fall von Maria, in der Kombination mit Rheuma und Magersucht, sollen weltweit überhaupt nur drei Fälle bekannt sein. Die Spenden für die Gurktalerinnen sind eine große Hilfe.

Erleichterung geplant.
Schon seit vielen Jahren wünschen sich die jungen Frauen einen Diabetikerwarnhund, der sofort reagiert, wenn in der Nacht die lebenswichtige Ernährungspumpe ausfällt und damit der Blutzuckerspiegel sinkt. Mit der großzügigen Unterstützung des Rotary Clubs St. Veit soll die Anschaffung nun möglich gemacht werden. Schließlich kostet solch ein speziell ausgebildeter Therapiehund rund 25.000 Euro. „Wir waren alle sehr betroffen, als wir von den Erkrankungen der Schwestern hörten. Es gibt immer wieder Schicksalsschläge, die unsere Hilfe erfordern“, begründet Bernhard Holzer, Präsident des Rotary Clubs St. Veit/Glan, die finanzielle Unterstützung des Clubs und sagt weiter: „Rotarier zu sein ist eine Aufgabe, nämlich Menschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen.“ Auch der Lionsclub Althofen Hemmaland sponserte bereits über 9.000 Euro an die Familie.

Familienzuwachs.
Anfang nächsten Jahres soll es soweit seit und der Diabetikerhund wird seinen neuen Besitzerinnen übergeben und in Straßburg sein neues Zuhause beziehen. Bis es soweit ist, lernen die Mädchen viel über die richtige Hundehaltung und Erziehung: „Derzeit absolviert der Hund eine Ausbildung und diverse Trainings“, freut sich Maria, die am Gehörlosen-Institut in Klagenfurt arbeitet und auch an Rheuma leidet. Ihre jüngere Schwester Hanna besucht in Klagenfurt die Modeschule „WIMO“. Der noch namenlose Hund soll vor allem auch Mama Katharina Rattenberger entlasten, die sich rund um die Uhr um ihre Töchter kümmert.

Der Rotary Club St. Veit unterstützt bei der Anschaffung eines Therapiehundes

Hauptfoto © LC Althofen Hemmaland; Kleines Foto © Rotary Club St. Veit