Herbert Pirmann kann sich getrost als ASK-Urgestein bezeichnen. Zusammen mit Johann Kisslinger ist er mehr als 30 Jahre Platz-Kartenkontrolleur.

Der 88-jährige Klagenfurter Herbert Pirmann hat seit mehreren Jahrzehnten im wahrsten Sinne des Wortes alles unter Kontrolle. Denn trotz seines hohen Alters ist Pirmann seit 44 Jahren Platz-Kartenkontrolleur des ASK Klagenfurt. Jeder, der zu einem Spiel des Klagenfurter Traditionsvereins kommt, kommt unweigerlich also unweigerlich an Pirmann vorbei. Sein Kennzeichen ist sein Fahrrad, mit dem er täglich unterwegs ist. „Ich unterstütze Herrn Pirmann bei der Kartenkontrolle. Man geht davon aus, dass man in diesem hohen Alter das eine oder andere Mal krank ist. Herbert ist aber pumperlgesund. Er fährt immer noch mit dem Fahrrad ins Kaffeehaus“, lacht Weggefährte Johann Kisslinger. Pirmann und Kisslinger kontrollieren seit mehr als 30 Jahren die Karten für Spiele des ASK. Wie oft hat Pirmann bei der Kontrolle gefehlt? „Soweit ich weiß nie. Meine Frau Roswitha, die uns auch bei der Karten- und Abokontrolle unterstützt, und ich haben in 30 Jahren drei Spiele versäumt“, sagt Kisslinger.

Fußball verbindet
Pirmann hat sämtliche Höhen und Tiefen des Klagenfurter Traditionsvereins miterlebt. Stets als ehrenamtlicher Unterstützer – aktiver Spieler war Pirmann jedoch nie. Für sein Engagement für den Verein haben Pirmann und sein langjähriger Weggefährte Johann Kisslinger die Ballspende beim Stadtderby gegen den SV Donau dieses Jahr übernommen und so für einen flotten Ankick gesorgt. Pirmann und Kisslinger verbindet nicht nur eine Freundschaft – gemeinsam haben sie viele unvergessliche Momente mit ihrem Lieblingsverein erlebt.

Erlebnisse
Ein unvergesslicher Höhepunkt für Pirmann war ein Spiel mit internationalen Spielern am alten ASK-Platz in den 50er-Jahren. Die ungarische Nationalelf kam auf Einladung des Getränkeherstellers Libella nach Klagenfurt. Ferenz Puskäs kickte damals auch mit – die Fußball-Experten unter uns werden es wissen, wenn von Ferenz Puskäs die Rede ist, dass es sich dabei um einen wahren Star-Kicker handelte. „Das kann man sich so vorstellen, als ob heute Ronaldo zu einem Spiel an den ASK Platz kommen würde“, sagt Kisslinger. Damals spielte eine ASK-Auswahl, die vom Getränkehersteller Libella gesponsert wurde. Das Spiel ging 20:1 für die Ungarn aus.

Foto oben: An Herbert Pirmann (l.) und Johann Kisslinger kommt am ASK-Platz keiner unkontrolliert vorbei
© Franz Tantscher

Johann Kissinger beim Ankick des Derby ASK gegen SV Donau

© Franz Tantscher