Bestände der Edelkastanienbäume erfassen, pflegen und viele neue Bäume pflanzen: Dies hat sich der Verein „Edelkastanie Oberes Drautal“ zum Ziel gesetzt. Seit der Vereinsgründung im Jänner 2016 hat sich einiges getan – wie der Vereinsobmann Alfons Hannes Pirker dem SPITTALER berichtet. „Die über 100 neu gepflanzten Edelkastanienbäume im Jahr 2016 haben den doch recht kalten Winter gut überstanden und treiben bereits vorsichtig aus. Auch für heuer haben wir uns viel vorgenommen,“ so Pirker. Der Schwerpunkt der Vereinstätigkeiten liegt heuer im Natur- und Kräuterdorf Irschen. Hier entsteht im Laufe des Sommers ein 5000 m2 großer Edelkastaniengarten mit über hundert neuen Bäumen. Zudem wird das zweite Kescht´n-Fest im Oktober in Irschen stattfinden.

Kastanien und Kunst
Neben dem Neupflanzen von Kastanienbäumen beschäftigt sich der Vereinsobmann auch mit dem Holz von alten abgestorbenen Edelkastanienbäumen und seiner Verwendung. Das Holz wird beispielsweise für künstlerische Objekte oder für den Möbelbau verwendet. So konnte das Natur und Kräuterdorf Irschen einen riesigen Tisch aus Drautaler Edelkastanienholz im Kräuterstadel Irschen in Empfang nehmen und aufstellen. „Das Tischensemble mitsamt den Bänken besteht komplett aus Edelkastanienholz von einem rund 270 Jahre alten Baum. Das gute Stück wiegt 500 kg und bietet 20 Personen Platz“, erklärt der Obmann.

© Alfons H. Pirker