Am 14. Juni ist es endlich soweit – die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 startet und alle Blicke sind auf das Gastgeberland Russland gerichtet.

Grund genug, um sich bei dem russischen Kulturverein „Zukunft in Österreich Spittal/ Drau“ zu erkundigen, warum der Verein gegründet wurde, wie wohl sich die Mitglieder mit russischen Wurzeln in Spittal fühlen und was sie über den Austragungsort der WM in Russland denken.

Philosophie
„Zukunft in Österreich Spittal/Drau“ ist ein Verein mit integrativer und kultureller Ausrichtung und zählt rund 100 Mitglieder. Dieser im Jahre 2014 gegründete Verein besteht aus russischsprechenden Landsleuten und deren Familien. „Wir wollen im Rahmen unseres Vereines die russische Kultur und die Sprache präsentieren. Unsere Ziele sind die Integration und das positive Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Völker. Des Weiteren liegt uns die Erziehung der jüngeren Generation in einer multikulturellen Gesellschaft am Herzen“, erklärt Obfrau Natalia Schöffmann. Dem Verein ist außerdem die zweisprachige Erziehung der Kinder sehr wichtig, daher wurde die Sonntagsschule „Rusinka“ gegründet. „Zukunft in Österreich Spittal/ Drau“ organisiert darüber hinaus verschiedene kulturelle Aktivitäten wie Literaturabende, Ausstellungen, gemeinsame Ausflüge und Reisen, Feiern zum Gedenken an den Ersten und Zweiten Weltkrieg und vieles mehr. „Jedes Jahr organisieren wir internationale Kultur- und Entertainment- Projekte für russischsprechende Kinder, die jetzt in Europa leben. Wir machen es uns zur Aufgabe, die Kinder zu motivieren, die russische Sprache zu erlernen und Toleranz gegenüber anderen Kulturen anzuerziehen“, so die Obfrau.

Stolz auf ihr Heimatland
Die russischen Mitglieder des Vereins fühlen sich allesamt sehr wohl und gut aufgenommen von der Gemeinde, wie die Obfrau verrät. „Mit Unterstützung der Spittaler Gemeinde haben wir den Russischunterricht in der VS Ost für zweisprachige Kinder organisiert. Unsere Aktivitäten werden von der Gemeinde auch immer positiv angenommen und unterstützt“, freut sich Natalia Schöffmann. Besonders glücklich sind die Mitglieder darüber, dass Russland Gastgeber der Fußball-WM 2018 ist: „Wir sind immer stolz auf unser Heimatland, denn das hat es momentan nicht so einfach und kämpft mit gewissen Vorurteilen, die allgemein bekannt sind. Deswegen freuen wir uns natürlich, dass die Fußball-WM vielen Leuten die Möglichkeit bietet, nach Russland zu kommen und das Land und die Leute persönlich kennen zu lernen, damit Vorurteile abgebaut und Freundschaften geschlossen werden können.“ Viele der Vereinsmitglieder veranstalten laut Schöffmann kleine private „Public Viewings“ und andere verfolgen die Spiele in den Spittaler Lokalen.

© KK