170.000 Euro investieren Gemeinde und Land in den Neubau des Skateparks. Geplanter Baustart noch in der ersten Jahreshälfte, Bauzeit rund zwei Monate.

Obwohl der Skatepark vor dem JUZ-Gebäude bereits 21 Jahre alt und damit schon längst nicht mehr zeitgemäß ist, erfreut er sich bei der skatenden Gemeinde großer Beliebtheit: „Zu Spitzenzeiten wird er von bis zu 40 Skatern täglich benutzt“, sagt Gernot Brandstätter vom Betreiberverein „Kids Club“. Weil die vorhandenen Gerätschaften bereits in die Jahre gekommen sind und sich der Asphalt mittlerweile in einem schlechten Zustand befindet, würden aber viele Jugendliche auf Anlagen in Villach und Graz ausweichen. Im Rahmen einer so genannten „Chaoskonferenz“ im Jahr 2016, bei der Jugendliche im JUZ ihre Anliegen vorbringen konnten, wurde der Wunsch nach einem Neubau des Skateparks laut.

Straße mit Rissen
„Jeder, der sich den Skatepark genauer angeschaut hat, weiß, dass der Zustand mit einer Straße mit großen Rissen vergleichbar ist. Die Rampen sind größtenteils kaum noch befahrbar“, sagt Dominik Mauritsch, ein Wolfsberger Skater-Urgestein, der die Planungsphase fachmännisch begleitet hat. Dafür arbeitete er eng mit dem Wolfsberger Bauamtsleiter und Koordinator des Projekts Willibald Scharf zusammen. Mauritsch: „Die Vertreter der Gemeinde waren sehr aufgeschlossen und entgegenkommend. Meine Aufgabe lag darin, den Kontakt mit Skatepark-Bau- und Planungsfirmen herzustellen. Damit konnten wir Fehlprojekte wie anderen Städten vermeiden.“

Finanzierung noch ausständig
Bei der Stadtgemeinde Wolfsberg mit dem zuständigen Jugend- und Sportreferenten Alexander Radl stießen die Ideengeber auf offene Ohren: „Ich sehe es als meinen politischen Auftrag, diese Wünsche ernst zu nehmen und umzusetzen. Auch Bgm. Hans-Peter Schlagholz als Finanzreferent ist dem Projekt sehr wohl gesonnen, so dass wir heuer bereits mit den Bauarbeiten starten können.“ Wann genau das sein wird, hängt vom Freiwerden der finanziellen Mittel ab. Sollte die Finanzierung wie geplant im ersten Nachtragsvoranschlag im Mai beschlossen werden und verfügen die bauausführenden Firmen über genügend zeitliche Ressourcen, kann man noch vor Juli mit dem Baustart rechnen.

Maßnahmen
Der neue Skaterpark wird auf einem Großteil des bisherigen, veralteten Skaterplatzes in Form einer modernen, großflächigen Betonanlage errichtet. Anstelle der bisherigen flexiblen Rampen und Hindernissen werden von der auf Sportstätten spezialisierten Firma M-Ramps mit Sitz in Niederösterreich elf fix eingebaute Anlagenteile integriert. „Der Vorteil liegt an den nahtlosen Übergängen, an denen nichts mehr hängenbleiben kann. Damit sinkt die Unfall- und Verletzungsgefahr drastisch“, so Mauritsch. Die so genannten „ramps“ und „pipes“ (z. dt. Rampen und Röhren) dienen den Skatern als Basis für artistische Manöver. Die Restfläche von rund 1.200 m² wird von der Stadtgemeinde asphaltiert und für flexible Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Das übergeordnete Ziel ist es, eine freie Fläche für Kreativität zu schaffen, in der jeder willkommen ist, egal ob er sich sportlich betätigt oder einfach nur zusehen will.

Skaten ist olympisch
Mit dem Entschluss zum Neubau des Skateparks entspricht die Stadtgemeinde dem Zeitgeist, denn Skateboarding ist mittlerweile sogar als olympische Disziplin anerkannt. „Wir haben in diesem Bereich viele regionale Talente, die gefördert werden sollten“, sagt STR Radl. Zudem sollte der neue Skatepark auch als Veranstaltungsort für Sportevents geeignet sein.

Elf fix eingebaute Elemente aus Beton werden in die neue Anlage integriert
Jugend- und Sportreferent Alexander Radl und Gernot Brandstätter vom Betreiberverein „Kids Club“ (v. l.)

Für die fachmännische Betreuung holte die Gemeinde den Wolfsberger Skater Dominik Mauritsch ins Boot

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