Mit rund 100 Piloten aus zehn Nationen, 163 Kilometern und 50.000 Zuschauern ist die 42. Int. WeinbergerHolz Lavanttal-Rallye am 6. und 7.4. das größte Motorsportevent Kärntens.

Die Lavanttal-Rallye kann mit Fug und Recht als Traditionsveranstaltung bezeichnet werden: Zum 42. Mal jährt sich das Spektakel heuer. Organisiert wird die Rallye zum zweiten Mal vom Motorsportclub (MSC) Lavanttal, der seit über einem halben Jahr mit den Vorarbeiten beschäftigt ist. An vorderster Front kämpfen Obmann Horst Nadles, sein Stellvertreter Günther Joham und Kassier Willi Taudes. Unterstützt wird das Trio von rund 100 motorsportbegeisterten Mitgliedern des MSC Lavanttal. „Ingesamt arbeiten während der Veranstaltung etwa 500 Personen“, erklärt Nadles. „Das schließt z. B. Vereinsmitglieder, Feuerwehrleute, den Rettungsdienst und Streckenposten mit ein.“ In puncto Zeitnahme vertraut man auf absolute Profis: Die kroatische Firma Delta Timing reist mit einem 30-köpfigen Team an, das u. a. die 1:1-Übertragung der Ergebnisse auf mobile Endgeräte ermöglicht. Rund 130.000 Euro verschlingt die Organisation der Rallye. Gedeckt werden die Kosten durch Nenngelder, Förderungen der öffentlichen Hand, den Verkauf von Eintrittsbändern und großzügiges Sponsoring der heimischen Wirtschaft.

Neues
Eine Neuerung im Vergleich zum Vorjahr ist der geänderte Zeitplan: Der Start am Freitag beim Rathaus findet bereits um 13.30 statt, also eineinhalb Stunden früher als gewohnt. „Der Wunsch dieser Vorverlegung besteht seit Jahren. Es können nun alle Piloten bei Tageslicht und den gleichen Sichtverhältnissen fahren“, so Nadles. Die gesamten Sonderprüfungskilometer wurden von 192 auf 163 km reduziert. Der Hintergrund: Einige Spitzenpiloten mieten sich ihre Autos und zahlen oft bis zu 130 Euro pro Kilometer. Eine weitere Änderungen betrifft das Streckenlayout der Sonderprüfung Theißenegg-Vorderlimberg. Hier wurde der wenig zuschauerfreundliche Theklagraben ausgeklammert. Der beliebte Rundkurs Eitweg am Samstag um 14.30 Uhr wird erstmals nach acht Jahren in die umgekehrte Richtung gefahren. Eine schöne Abwechslung, auch aus Fahrersicht.

Fahrer und Copiloten
Unter den rund 100 Nennungen befinden sich einige heiße Favoriten, darunter mit Niki Mayr-Melnhof der aktuell wohl schnellste Pilot Österreichs. Die Rebenland Rallye gewann er mit enormen drei Minuten Vorsprung! Der Oberösterreicher Gehard Aigner mit seinem Wolfsberger Copiloten Marco Hübler ist momentan auf Platz 2 in der Österreichischen Meisterschaft. Ebenfalls mit dabei: Dominik Dinkel – deutscher Vizemeister im Vorjahr. Die heimische Beteiligung ist stark: 21 Lavanttaler Fahrer und Copiloten haben sich angemeldet. Einer von ihnen hat sogar einen Titel zu verteidigen: Jürgen Rausch errang im Vorjahr gemeinsam mit Günther Knobloch den ORC-Meisterschaftssieg. Für die alljährliche Kiwanis-Charityaktion hat sich die Rallyelegende Sepp Haider angekündigt.

Infos
Ein über 50-seitiges Programmheft mit detaillierten Plänen erhalten Sie in den Trafiken und bei den Tankstellen des Lavanttals. Wie schon in den Vorjahren befindet sich am Marktgelände/Eventhalle Kleinedling das Rallyezentrum, wo sich jedes Jahr zigtausende Fans treffen. Hier findet am Samstag ab 20 Uhr auch die Siegerehrung statt. Der Eintritt zum Rallyezentrum beträgt einmalig 10 Euro, der Zutritt zu den Sonderprüfungen bleibt nach wie vor frei.

Der Lavanttaler ORC-Titelverteidiger Jürgen Rausch
Der feierliche Start beim Rathaus Wolfsberg findet diesmal früher statt (Freitag, 13.30 Uhr)
Die Männer hinter der Rallye: MSC Lavanttal-Kassier Willi Taudes, Obmann Horst Nadles, und Obmann-Stv. Günther Joham (v. l.)

Die besten Zuschauerplätze bei der Lavanttal-Rallye:
• Freitag, SP Kamp: Haarnadelkurve, ca. auf halber Strecke
• Freitag, SP Arlinggraben: GH Zoller
• Samstag, SP Hammer-Prebl: beim alten Hochofen
• Samstag, Rundkurs Eitweg: Sportplatz SC Eitweg
• Geheimtipp: Samstag, SP Remsnegger-Thürn: Schotterpassage

© KK (großes Foto), © KRM, © KK (2)