Vor kurzem wurde die Kriminalstatistik 2017 präsentiert. Grund genug, um herauszufinden, wie es um die Sicherheit in unserer Bezirksstadt bestellt ist.

Was ist dran an den Gerüchten, Spittals Stadtpark sei Drogenumschlagplatz Nummer 1 oder das es berüchtigte Hotspots in Spittal gäbe, die man abends eher meiden sollte? Um der Sache auf den Grund zu gehen, baten wir den Spittaler Polizeiinspektionskommandanten Josef Brandner zum Interview.

Rückgang der Delikte
„Es gibt keinen Grund, sich in der Stadt Spittal unsicher zu fühlen. Das bestätigt auch die gerade veröffentlichte Kriminalstatistik 2017. Die Zahl der angezeigten Delikte in Kärnten ist im Jahr 2017 um 0,8 Prozent zurückgegangen. Das macht sich auch in Spittal bemerkbar“, beruhigtmPolizeiinspektor Josef Brandner. So sank die Zahl der Anzeigen in Kärntenmvon 25.907 auf 25.702 – eine Quote wie es sie zuletzt vor zehn Jahren gab. „Natürlich gibt es immer mal wieder Ausreißer. Speziell von Freitag auf Samstag ist die Innenstadt höher frequentiert durch Personen aus den Tälern, die sich in den Lokalen treffen. Wenn dann zuviel Alkohol fließt, kommt es schon mal vor, dass das Gewaltpotenzial steigt. 90% der Übergriffe aller Art passieren eben unter Alkoholeinfluss. Aber auch solche Körperverletzungsdelikte sind in Spittal seit fünf Jahren rückläufig. Nicht zuletzt weil wir gerade von Freitag auf Samstag Schwerpunktaktionen mit Sonderstreifen durchführen“, erklärt Josef Brandner. Auch die Bogengasse hat sich laut dem Polizeiinspektor in den letzten Jahren zum Positiven entwickelt. Laut Brandner gibt es derzeit keine Örtlichkeiten, Plätze oder Sammelpunkte in Spittal, die es weder tagsüber noch nachts zu meiden gilt. Auch die Bevölkerung scheint sich in der Bezirksstadt sicher zu fühlen: „Ich lebe schon sehr lange in Spittal und in letzter Zeit ist es hier sehr ruhig geworden. Vor ein paar Jahren allerdings ging ich abends nirgends alleine hin und auch meine Töchter durften nur in Begleitung von Freunden in die Innenstadt, so Sonja M., die anonym bleiben möchte.

Schwerpunkt Drogenkriminalität
Zum Thema Drogenkriminalität in Spittal erklärt Brandner, dass es auch hier keine besonderen Auffälligkeiten gibt. Zwar stieg die Zahl in Kärnten im Vergleich zu 2016 um 33,2 Prozent, aber von einem Drogenumschlagplatz in Spittal ist derzeit nichts bekannt. „Fakt ist, dass wir im letzten Jahr zwölf Drogentote in Kärnten hatten. Darunter bedauerlicherweise auch eine Jugendliche aus dem Bezirk Spittal. Daher legt die Polizei in diesem Jahr nicht nur in Spittal besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung von Suchtmittelkriminalität“. Eine Zunahme an Delikten im Bezirk ist vor allem in den Bereichen Internetkriminalität und Sachbeschädigung zu verzeichnen: „Ich appelliere an die Bevölkerung, wachsam zu sein. Nicht nur was das eigene Hab und Gut betrifft. Wenn es Auffälligkeiten gibt, sind wir als Sicherheitsdienstleister erster Ansprechpartner und gehen jedem Hinweis nach“, so der Polizeiinspektor von Spittal/Drau.

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