Der in St. Margarethen ob Töllerberg lebende Künstler Helmut Machhammer gestaltet heuer die Ausstellung im Skulpturengarten des Werner Berg Museums.

Der Kunst von Helmut Machhammer kann man im Bezirk mehrmals im öffentlichen Raum begegnen: In Völkermarkt z.B. bei der „Schleife“ im Kreisverkehr, dem Werk „Srecenje – Begegnung – Incontro“ am Hauptplatz und dem Brunnen bei der LFS Goldbrunnhof, in Bleiburg mit zwei Skulpturen sowie in Rinkenberg in der Gestalt des vier Meter hohen Hl. Florian aus Holz. Auf den Spuren seiner Skulpturen an öffentlichen Plätzen kommt man bis Israel und Japan.

Marmor im Garten
An der HTL für Bildhauerei in Graz kam der gebürtige Steirer als 17-Jähriger mit dem Krastaler Marmor (Gegendtal/Villach) in Kontakt. „Mein Lieblingsmaterial“, wie er selbst sagt. Das Studium hat Helmut Machhammer in Wien an der Akademie der bildenden Künste (Professor Joannis Avramidis) abgeschlossen. Kärnten ist seine Wahlheimat, neben Krastal ist es ein Haus in St. Margarethen ob Töllerberg bei Völkermarkt, das einst die Schule und den Pfarrhof beherbergte. Hier lebt der Bildhauer mit seiner Familie, arbeitet im Atelier und im Freien, gärtnert „zur Entspannung“, am liebsten mit alten Gemüsesorten.

Perspektiven
Machhammer setzt Formen und Innenräume geschickt ein, spielt mit den Perspektiven. Die typischen Eigenschaften, die dem Marmor zugeschrieben werden, löst er auf: Die Schwere und Statik werden durch die Beweglichkeit der Figur, die dreh- und kippbar ist, aufgelöst. Die Eleganz und der Ewigkeitsanspruch bekommen durch das Stehenlassen von Konstruktionslinien am Stein einen skizzenhaften, flüchtigen Eindruck. Je nach Position zeigt sich dem Betrachter auch eine andere Deutungsebene – z.B. denkend-sinnend, verspielt oder schutzsuchend. Ausgezeichnet wurde der 62-Jährige mit dem Theodor Körner Preis (1986), Preis der Wiener Handelskammer (1989) und Förderungspreis des Landes Kärnten (2002).

Ausstellung in Bleiburg
Im Skulpturengarten des Werner Berg Museums sind in der heurigen Ausstellungssaison (Eröffnung am Sonntag, 29. April) zwölf Werke von Helmut Machhammer zu sehen. „Eine Mischung aus verschiedensten Phasen, von ganz frühen Skulpturen bis zu aktuellen“, erklärt er. Die Auswahl der Werke trifft er anhand der Situation vor Ort. „Purzelnde“, stehende und verschlossene Skulpturen wechseln sich ab, Werke, die von den freien Innenräumen geprägt werden und welche, bei denen sie noch nicht so eine Rolle einnahmen.

Helmut Machhammer in seinem Freiluft-Atelier in St. Margarethen ob Töllerberg. Lieblingsmaterial des Bildhauers ist Krastaler Marmor. In seinen Arbeiten löst er typische Eigenschaften des Materials auf, spielt mit Perspektiven
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