„Unser Schutz im regionalen Raum, die Sicherheit im Ernstfall nicht alleine gelassen zu werden, liegt in den freiwilligen Händen der Feuerwehr“.

Heinrich Egger ist seit 2003 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eisentratten. Zu ihr gehören 65 Mitglieder, drei Löschfahrzeuge und eine elektrisch gesteuerte Sirene, die sie alle zusammenruft, nachts aus den Betten reißt oder jäh den Sonntag eines Feuerwehrmannes beendet.

Einst und heute
Nachdem die Feuerwehr Eisentratten 1879 gegründet worden war, kämpften die Freiwilligen 50 Jahre lang mit einer Druckpumpe gegen die Brände an. 1929 schaffte man das erste motorbetriebene Löschinstrument an. Bis 1958 wurde dieses noch mit einem Pferdegespann zum Einsatzort befördert, bis schließlich mit der Anschaffung eines LFA vom Typ Willy Jeep CJ6 ein erstes Zeichen der technischen Modernisierung zu vernehmen war. Mittlerweile befinden sich im Feuerwehrhaus ein LFA, ein KLF und ein RLFA 2000. Im Oktober wurde die vorläufig letzte Erneuerung der Feuerwehr vor dem Eisentrattner Hochofen eingeweiht: eine Tragkraftspritze „Ziegler Ultrapower 4“. Ein Großteil der Übungen findet in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Bevölkerung in der Gemeinde statt. Auch öffentliche Einrichtungen, wie die örtliche Volksschule, werden in die Einheiten eingebunden. So werden realitätsnahe Umstände simuliert, um die Mitglieder der Feuerwehr bestens auf mögliche Einsätze vorzubereiten.

Gemeinschaft
Ein solcher Dienst an der Öffentlichkeit, wie ihn die Feuerwehr leistet, kann nur durch unvergleichlichen Zusammenhalt unter den Kameraden funktionieren. „Ein Teil der freiwilligen Feuerwehr zu sein bedeutet mehr als seine Freizeit brennenden Objekten zu opfern. Für uns ist es vielmehr ein gemeinschaftliches Beisammensein, das noch dazu einen ehrenhaften Sinn verfolgt“, sind sich die Mitglieder einig. Sie alle verbindet eine Leidenschaft und ein gemeinsames Ziel: Bedingungslose Hilfe in Krisenzeiten. An einsatzfreien Tagen kommt die Geselligkeit aber nicht zu kurz. Gemeinsam organisierte Feste und Unternehmungen stärken Gemeinschaftsgefühl und Kameradschaft. Jährlich wird so etwa ein Skitag und ein Schlittenfahren am Katschberg organisiert. Außerdem ist die Feuerwehr der Veranstalter des „Stephani Balles“, welcher jedes Jahr im Festsaal Eisentratten über die Bühne geht.

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