Die gebürtige Klagenfurterin Elisa Wielinger ist Hoffnungsträgerin für Kinder in Nepal. Sie und der Verein Kopila Children’s Home ermöglichen Kindern eine Zukunft.

Niemals hätte sich Elisa Wielinger gedacht, dass aus einem freiwilligen Monat eine Hilfsaktion für mehr als 30 Kinder in Nepal wird. „Als ich die Missstände an der öffentlichen Schule gesehen habe, musste ich helfen. Mit dem Besuch einer öffentlichen Schule haben die Kinder des Kopila Kinderheims in Nepal keine Zukunft“, erklärt die in Graz lebende gebürtige Klagenfurterin ihr soziales Engagement. Die Kinder eines Kinderheims von Godawari, das knapp 20 Kilometer von Nepals Hauptstadt Kathmandu entfernt ist, waren ihr ans Herz gewachsen. „Wenn ich nicht etwas unternehmen würde, würde es niemand machen“, sagt Wielinger.

Ganzheitliche Sicht
So wurde vor vier Jahren der Kopila Children´s Home – Verein zur Förderung des Kopila Heimes in Godawari in Nepal gegründet. Das Grundprinzip des Vereins lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. Zu den Zielen des Vereins gehört u. a., dass den Kindern des Heimes eine adäquate Schulbildung ermöglicht wird, damit sie später z.B. eine Universität besuchen können. In dem Heim leben 22 Kinder. Sie sind Halbwaisen oder Waisen oder wurden von ihren Eltern weggegeben. „Ein weiteres Ziel unseres Vereins ist, dass wir die Situation für die Bevölkerung in Nepal verbessern“, sagt Wielinger, die immer wieder nach Nepal reist, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Seit Anfang 2018 unterstützt der Verein ein zweites nepalesisches Kinderheim namens Gonkyap Children´s Home in dem 13 Kinder leben. Eine Spende in der Höhe von 2.300 Euro erhielt der Verein gerade von Soroptimist International Club Klagenfurt am Wörthersee, um das Gonkyap Children Home zu unterstützen.

Hilfe für Mädchen
Der gesamte Verein besteht aus ehrenamtlichen Mitarbeitern. „So können wir garantieren, dass alle Spenden direkt in Nepal ankommen“, sagt Wielinger. Als neues Projekt hat sich der Verein zum Ziel gesetzt speziell Mädchen zu fördern. „Mir ist aufgefallen, dass Mädchen bei der Förderung oft benachteiligt sind. Daher wollen wir zehn nepalesischen Mädchen, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen, eine Schulbildung ermöglichen“, sagt Wielinger.

Erdung
Wann die nächste Reise nach Nepal am Programm steht, kann Wielinger nicht sagen. Sie ist nämlich stolze Mutter einer zwei Monate alten Tochter. „Ich werde auf alle Fälle wieder nach Nepal reisen. Jeder Aufenthalt dort erdet mich und macht mir bewusst, wie gut wir es haben“, so Wielinger. Unter info@kopilahome.com sowie der Webseite www.kopilahome.com erfährt man detailliert, wie der Verein den Menschen in Nepal hilft.

Auch eine ausgewogene Ernährung mit einem Stück Obst pro Tag wird für die Kinder durch den Verein ermöglicht

© KK

Elisa Wieninger mit ihren nepalesischen Schützlingen