Im heurigen Sommer verrichtet die Österreichische Wasserrettung Klopein erstmals ihren Dienst von der neuen Einsatzstelle aus: In der neu errichteten Camping-Nord-Anlage sind auf 100 m² ein Schulungsraum, eine Küche, ein Sanitätsraum, ein Lager und eine Einsatzbus-Garage für die Rettungsschwimmer entstanden.

Die Freude ist groß bei den 76 aktiven Mitgliedern der ÖWR-Einsatzstelle Klopein! Sie konnten vor kurzem ihr neues Zuhause mit einer Einweihungsfeier offiziell in Empfang nehmen. Einsatzstellenleiterin Monika Mairitsch und ihr Stellvertreter Kurt Smolle konnten auch LH Peter Kaiser, Bgm. Thomas Krainz und den geschäftsführenden ÖWR-Landesleiter Bruno Rassinger begrüßen. Rassinger freute sich mit den Mitgliedern, dass die Einsatzstelle Klopein auch in den kalten Jahreszeiten Raum und Platz für Schulungen, Besprechungen und Übungen hat. Pfarrer Friedrich Isop segnete den Neubau.

Seit 51. Jahren im Einsatz
Alarmbereitschaft herrscht bei der Wasserrettung das ganze Jahr über – jeden Tag, 24 Stunden. Die Notrufnummer ist 130.
Die Einsatzstelle am Klopeiner See gibt es seit 51 Jahren, seit acht Jahren ist Monika Mairitsch die Einsatzstellenleiterin: „Ich habe ein sehr gutes Team hinter mir“, sagt sie. „Mir ist es sehr wichtig, alle gleich zu behandeln – Vorstand, Rettungsschwimmer, neue Mitglieder.“ Kurt Smolle ist Einsatzstellenleiter-Stellvertreter und Einsatzleiter für die Region Unterkärnten (Bezirke Völkermarkt & Wolfsberg). Gearbeitet wird bei der Wasserrettung ausschließlich ehrenamtlich.

Großes Einsatzgebiet
Klopeiner See, Gösselsdorfer-, Sonnegger-, Pirkdorfersee und Freibacher Stausee sowie die Drau von der Annabrücke bis zum Kraftwerk Edling gehören zum Einsatzgebiet. Während der Badesaison ist die Wasserrettung an Wochenenden und Feiertagen tagsüber am Klopeiner See vor Ort. Neben Rettungsschwimmern und Helfern gehören Schiffsführer, Taucher, Fließ- und Wildwasserretter zum Team, zwei Boote sind zum Einsatz bereit.

Zivilcourage
Ein großes Anliegen ist der Einsatzstellenleiterin die Zivilcourage: „Wenn man eine Notsituation bemerkt, sofort den Notruf wählen, dadurch können Leben gerettet werden – besser einmal zu viel anrufen, als zu wenig. Und keine Angst vorm Helfen haben, das Einzige, was man falsch machen kann, ist nichts zu tun.“ Ein Problem sind auch für die Wasserretter viele „Schaulustige“, die sich bei Unglücken versammeln, oft fotografieren und filmen: „Lasst den Einsatzkräften Platz zum Arbeiten und wahrt die Würde des Patienten!“, appellieren Mairitsch und Smolle. „Jeder sollte darüber nachdenken, wie er sich als Patient oder als Angehöriger in so einer Situation fühlen würde.“

Sicherheit
Freiwillige Mitarbeiter sowie helfende Hände verschiedenster Art werden bei der Wasserrettung immer gebraucht. Den Helferschein kann man ab dem vollendeten 13. Lebensjahr machen, den Retterschein ab dem 16., nach oben ist die Altersgrenze offen.
Infos zur Wasserrettung Klopein und zu Kursen gibt’s auf www.oewr-klopein.at

Einsatzstellenleiterin Monika Mairitsch mit ÖWR-Landesleiter Bruno Rassinger (r.) und ihrem Stellvertreter Kurt Smolle
© ÖWR-Einsatzstelle Klopein (5)